Schunkeln, Tanzen, Singen – auch in diesem Jahr ist das bislang pandemiebedingt nicht möglich. Demnäch fällt auch das traditionelle Maifest des Heldenfinger Sportvereins zum zweiten Mal ins Wasser. In normalen Jahren steht der kleine Ort rund um den 1. Mai sonst zwischen drei und fünf Tagen lang Kopf. Pro Abend feiern gut und gern 1000 Menschen auf dem Sportplatz.

300 bis 400 Helfer

„Wir sind natürlich sehr traurig“, sagt der Vorsitzende Henrik Nagel zur erneuten Absage. Sie treffe den Verein nicht nur finanziell, sondern auch emotional. „Das Fest ist unsere größte Einnahmequelle und deckt sonst fast die gesamten Jahresausgaben.“ Bitterer für Nagel ist aber: „Beim Maifest packen normalerweise 300 bis 400 Helfer mit an. Auch Nicht-Mitglieder. Das schweißt den ganzen Ort zusammen, wenn man ein gemeinsames Ziel vor Augen hat. Und das fehlt uns natürlich.“

In einem normalen Jahr wären die Vorbereitungen für das Maifest derzeit schon in der Endphase. „Vergangenes Wochenende hätten wir vermutlich das Zelt aufgebaut“, so Nagel. Das Maifest hätte heuer zum 42. Mal stattgefunden. Im vergangenen Jahr fiel es zum ersten Mal aus.

Treue Mitglieder

Und hat der ruhende Spielbetrieb auch finanzielle Auswirkungen auf den Verein? „Wir hatten bisher nur vereinzelt Kündigungen“, sagt Nagel. „Der überwiegende Teil unserer Mitglieder ist sehr treu, das freut uns natürlich und wir sind sehr dankbar.“