Katzenstein / Carolin Wöhrle Erstmals wurden am Pfingstwochenende Ritterturniere auf der Stauferburg ausgetragen – ein Spektakel für Tausende Besucher.

Mittelaltermarkt auf Burg Katzenstein? Nein, der fand dieses Jahr nicht zum ersten Mal statt. Dennoch gab's am Pfingstwochenende eine richtige Premiere: Erstmals wurden auf der Stauferburg Ritterturniere ausgetragen. Und das gleich sechs Mal: am Samstag, Sonntag und Montag, jeweils mittags und abends bei Fackelschein. Die Abendvorstellungen wurden zudem von der Gruppe Lumen-Noctis und ihrer Feuershow begleitet.

„Kaskadeure“ erstmals dabei

Tausende Besucher machten dabei eine kleine Zeitreise zurück ins Mittelalter und erlebten etwa die Geschichte des Grafen von Helfenstein, der sich mit Heinrich von Braunschweig anlegte – und den Konflikt hoch zu Ross mit der Lanze austragen musste. Zu wünschen übrig ließen die Reiter und Schauspieler der Gruppe „Die Kaskadeure“ dabei nichts: Kostüme, Pferde, Rüstungen, halsbrecherische Stunts und Feuershow. Alles war dabei.

Drum herum bot die Burg ihren Besuchern einen mittelalterlichen Marktbetrieb mit 35 Zelten und rund 200 Akteuren. Gerade für Kinder war einiges dabei: Gaukler „Franz von Schabernack“ führte seine Kunststücke auf und wer wollte, konnte sich vom „Lilienritter“ in der Knappenschule zum Ritter ausbilden lassen. Wer sich nur einmal im Bogenschießen üben wollte, hatte auch dazu die Gelegenheit.

Markttreiben und Musik

Auch an den Marktständen gab es einiges zu entdecken. Nicht jeder wird Verwendung für ein Kettenhemd wie das bei den Giesinger Rittern gehabt haben, zwischendurch aber ließen sich auch Waren entdecken, die durchaus für den neuzeitlichen Hausgebrauch nützlich sein könnten.

An allen Markttagen konnte die Burg selbst ausgiebig erkundet werden. Viele nutzten die Gelegenheit, den Katzenturm zu erklimmen und das bunte Markttreiben von oben auf sich wirken zu lassen.

Auch musikalisch war einiges geboten: Die „Oettinger Rußwurstsänger“ gaben mehrere Konzerte. Dabei waren außerdem die „Wilden Vaganten“ und erneut die „Zänkischen Weiber“.