Unmittelbar nach dem Beschluss Anfang Oktober wurde die nächtliche Abschaltung der Straßenlaternen in Dischingen und seinen Teilorten umgesetzt. Offen war damals in der Gemeinderatssitzung geblieben, wieviel Geld die Gemeinde damit überhaupt sparen kann.

In dieser Frage sorgte Bürgermeister Dirk Schabel in der jüngsten Ratssitzung für Aufklärung. Demnach könne die Gemeinde auf Basis der aktuellen Stromkosten rund 12.900 Euro jährlich einsparen. Das entspricht etwas mehr als 40 Prozent der Energiekosten für die Straßenbeleuchtung. Der Gemeinderat hatte beschlossen, die Straßenbeleuchtung nachts zwischen 0 und 4.45 Uhr abzuschalten.

Einsparungen jährlich überprüfen

Ratsmitglied Stefan Kragler (Freier Wählerblock) regte an, die Einsparung jedes Jahr zu überprüfen, um so die Effekte von Preisänderungen beim Strom oder dem vermehrten Einsatz von LED-Leuchtmitteln im Blick zu behalten. Kritik äußerte Kragler daran, dass die Diskussion um die nächtliche Verdunkelung in jeder Gemeinde aufs Neue geführt werden musste: „Da hätte vom Landkreis eigentlich ein Vorschlag kommen müssen.“

Schabel zufolge habe die Verwaltung auch geprüft, ob es möglich wäre, die Beleuchtung an Heiligabend und Silvester durchgängig in Betrieb zu lassen. Angaben des zuständigen Dienstleisters zufolge sei dies jedoch nicht möglich.