Die Straße Am Baumwolf soll im kommenden Jahr nicht nur saniert werden, die Verwaltung wird auch prüfen, ob zumindest ein Abschnitt davon als Spielstraße ausgewiesen werden könnte. Die Anregung dazu kam aus den Reihen des Gemeinderats.

Jana Schretzenmayer vom Steinheimer Ingenieurbüro Kolb ließ am Bestand der Straße zunächst kaum ein gutes Haar. Von einem „Asphaltflichkenteppich“ sprach die Straßenplanerin, von Pfützenbildung, Fahrspuren im Belag und nicht zuletzt von einem „unübersichtlichen Kreuzungsbereich“, wo Am Baumwolf und Turnstraße aufeinandertreffen.

Grünflächen sollen den Verkehr bremsen

Dieser Kreuzungsbereich soll im Zuge der Bauarbeiten auch deutlich umgestaltet werden. Die Planer wollen ihn so verengen, dass er künftig nicht mehr zum schnellen Befahren förmlich einlädt. Am Übergang von der Kreuzung in die Straße am Baumwolf Richtung Schlossstraße soll ein Pflasterbelag zudem signalisieren, dass die Straße vorsichtig zu befahren ist. Auch im weiteren Verlauf des 145 Meter langen Sanierungsabschnitts sollen kleine Grünflächen und Pflasterbereiche immer wieder den Verkehr verlangsamen. Die zur Grünfläche hin bestehenden Lehrerparkplätze sollen ebenfalls neu angelegt und mit Rasenpflastersteinen versehen werden.

Bereits besprochen ist nach Angaben der Verwaltung auch, dass Busse diese enge Straße künftig nicht mehr benutzen werden. Sie sollen künftig über die Hauptstraße und am Altenzentrum vorbei Richtung Schule gelangen und auch direkt auf dem Parkplatz an der Egauhalle wenden.

Spielstraße oder Einbahnstraße?

Teilen des Gemeinderats ging die Verkehrsberuhigung der Straße Am Baumwolf allerdings nicht weit genug. Martin Pampuch (Freier Wählerblock) regte an, den Abschnitt zwischen Schlossstraße und der Stichstraße am Stromhäuschen als Spielstraße auszuweisen. Dennis Schwarz (CDU) wollte diesen Bereich ebenfalls verkehrsberuhigt wissen. Erika Wiedmann schlug vor, die Straße in Richtung Schlossstraße als Einbahnstraße auszuweisen. Dies freilich würde mehreren Anwohnern „einiges zumuten“, so Bürgermeister Dirk Schabel, sicherte aber zu, man werde die unterschiedlichen Varianten prüfen.

Der Baubeginn ist für März kommenden Jahres vorgesehen, Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Den Auftrag dafür hatte der Gemeinderat in der vorangegangenen Sitzung zum Preis von knapp einer halben Million Euro vergeben.