Nun trauern die junge Pfalz und die aktuell 19 Albvereins-Ortsgruppen aus dem Kreis Heidenheim, dem Landkreis Dillingen und aus dem Alb-Donau-Kreis und damit 2500 Mitglieder um einen ehemaligen Lehrer, der unter anderem mit der Georg-Fahrbach-Medaille ausgezeichnet wurde.

35 Jahre Mitglied im Obst- und Gartenbauverein

Der Heimat- und Wanderfreund war nicht nur 35 Jahre Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Ballmertshofen. Er übernahm dort im Jahre 1998 die vom Landarzt Dr. Horst Moeferdt im Schloss Ballmertshofen zusammengetragene Ländliche Bildergalerie sowie das Heimatmuseum in Dischingen. Diese Galerie umfasste 400 Bilder aber auch Sinnsprüche, Meisterbriefe oder andere Ehrenurkunden von Rang. Moosmaier organisierte verschiedene Sonderausstellungen – darunter eine, die das Leben in den 1950er Jahren auf dem Härtsfeld nicht nur in vielen Bildern in Erinnerung brachte.

Die besondere Liebe aber galt bis zuletzt dem Dischinger Heimatmuseum. Zusammen mit Thilo Meyer, Raimond Schupiter und anderen wurde die Ausstellung gepflegt und immer wieder Besuchergruppen erklärt.

Wandern und Radwandern

Der Verstorbene war dem Wandern und auch dem Radwandern besonders verbunden. Hier schenkte Klaus Moosmaier vielen Gleichgesinnten große Erlebnisse. Dieses Organisationstalent brachte ihm zusätzliche Aufgaben ein. Im Albverein Dischingen gründete er eine Frauengruppe, dort kümmerte er sich über viele Jahre um einen ordentlichen Zustand der Wanderwege. Radferntouren aber auch entsprechende große Wanderungen sind heute noch unvergessen.

Die Arbeit des Wanderfreunds blieb bis zuletzt hochgeschätzt. Elf Jahre war Klaus Moosmaier Obmann des Donau-Brenz-Gaues, was dem Verbandsvorsitzenden entspricht. Damals waren es noch 24 Ortsgruppen. Bei seinem Abschied wurde Klaus Moosmaier Ehrenobmann. Sein Nachfolger wurde ebenfalls für elf Jahre Dieter Eberth aus Königsbronn, den wiederum Elfriede Hezel beerbte. Der aktuelle Obmann Peter Grömme äußerte seine tiefe Trauer über den Tod von Klaus Moosmaier, der viele Jahre hinweg auf Gau-Ebene Gau-Wanderwart gewesen war.

Schwäbischer Albverein seit 1888


In Plochingen stand einst die Wiege des Schwäbischen Albvereins, der 1888 aus der Taufe gehoben wurde und in seinen besten Zeiten 120 000 Mitglieder in damals 600 Ortsgruppen umfasste. 23 122 Kilometer Wanderwege betreut der Hauptverein. Im Donau-Brenz-Gau messen die Wanderwege 1136 Kilometer. 25 Aussichtstürme nennt der Albverein sein eigen, der neben dem Wandern auch die Tradition bei Volkstänzen pflegt und sich besonders dem Naturschutz verbunden weiß.