Muss das sein? Ohne Not, nur weil Investoren am See Geld verdienen wollen, soll ein Campingplatz zusammen mit Wohnmobilstellplätzen in mindestens halb so großer Fläche wie der See selbst ist, angelegt werden. Wie zu lesen war, hat der Dischinger Gemeinderat nichts dagegen.

Tummelplatz für 500 Urlauber

Wollen es die Damen und Herren vom Gemeinderat der Dischinger Einwohnerschaft wirklich zumuten, dass sich dieses Kleinod zum Tummelplatz, in Stoßzeiten von geschätzten 300 bis 500 Urlaubern entwickeln soll. Die Leute sind dann immer da, rund um die Uhr. Die Anwohner aus den umliegenden Ortschaften, die in Ruhe mal kurz einen Spaziergang, oder eine Fahrt mit den Rad an oder um den See machen möchten, bleiben dann auf der Strecke.

Rigorose Abholzung

Dazu kommt dann noch die Zerstörung von dem wertvollen Biotop (See und Umfeld), auch Wildtiere können sich dann nicht mehr halten. Mit der rigorosen Abholzung vom Baumbestand rund um den See, die dann mit zu erwarteten Schäden am Damm durch das Wurzelwerk der Bäume begründet wurde, hat die Zerstörung des Biotops bereits im großen Umfang begonnen. Schäden am Damm durch das Wurzelwerk der Bäume: War das bei der Bepflanzung wohl noch nicht abzusehen?

Entscheidung nochmals überdenken

Eine sorgsame Auslichtung der Gehölzgruppen und somit der Erhalt von Schattenspendern und Unterschlupf für die Tierwelt wären mit Sicherheit die bessere Alternative gewesen. Gut finde ich, dass sich die Naturschutzverbände, wo ich als Mitglied meine Interessen gut vertreten sehe, diesem Vorhaben die rote Karte zeigen wollen.

Um das Gesamtpiotop Härtsfeldsee zu erhalten, bitte ich Herrn Bürgermeister Jakl zusammen mit dem Dischinger Gemeinderat für ein Votum gegen einen Campingplatz. Schön wäre es aus meiner Sicht auch, wenn sich unsere gewählten Volksvertreter im Kreis, Land und Bund gegen die Zerstörung des “Biotops Härtsfeldsee“ einsetzen würden.

Gerne möchte ich auch in der Zukunft bei Besuchen am See die Natur und die Ruhe genießen.

Willi Bauer, Oggenhausen