In den im Hinblick auf Corona formulierten Gesetzen habe ich den Begriff der Immunität nicht gefunden. Die Rede ist von Geimpften bzw. Ungeimpfen. Im COVID-19-SchAusnahmV unter § 2 Punkt 2 findet man diesen Text: „…eine geimpfte Person (ist) eine asymptomatische Person, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises ist.“ Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine geimpfte Personen mit Symptomen als nicht mehr geimpft gilt. Das müsste auch für Geimpfte mit positiven PCR-Test gelten.

Kommt so eine Person mit Symptomen in ein Krankenhaus, gilt sie als Ungeimpft. Diese Zahl ist Grundlage für die Maßnahmen der Regierung. So ist gewährleistet, dass die Zahl der Ungeimpften nicht abnimmt und nur Ungeimpfte erkranken. „Bei steigender Belegung sieht sie strengere Regeln für Ungeimpfte vor“, steht im Artikel.

Für Minister Lucha ist der Kern des Regelwerks die Binsenweisheit, dass Immunisierte das Gesundheitssystem nahezu nicht belasten. Setzt man Immunisierte mit Geimpften gleich, dann siehe oben.

Wie sagte Jens Spahn bei „Hart, aber fair“: „Wenn wir geschützte Menschen auch genauso testen wie ungeschützte, dann hört diese Pandemie nie auf.“

Abgesehen davon, dass man mit einer Impfung nicht zu 100 Prozent immun gegen COVID-19 wird und diese Immunisierung ständig abnimmt – sonst bräuchte man keine Zweit- und Drittimpfung – wird über die natürliche Immunisierung durch ein potentes Immunsystem überhaupt nicht diskutiert. Auch nicht über die Frage, ob eine natürliche Immunisierung der durch Impfung erfolgten Immunisierung langfristig wirksamer ist, z.B. gegenüber weiteren Mutationen.

Harald Berger, Dischingen