Leserbrief zu dem Artikel „So ist die Lage bei den Nachbarn“ vom 25. September 2021

Im Artikel steht der Satz: „Dort kann man sich … immunisieren lassen“. Das Wort „immunisieren“ stört. Man wird angehalten, sich impfen zu lassen, um immun gegen COVID-19 zu werden. Doch wie lange ist man immun? In der Corona-Verordnung SchAusnahmV, § 2, Punkt 2) steht, dass „eine geimpfte Person eine asymptomatische Person (ist), die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises ist“. Zeigt diese Person aber Symptome, gilt sie als ungeimpft. Die Immunität ist also plötzlich perdu. Richtiger wäre diese Formulierung: „Dort kann man sich … impfen lassen“.

Dieses Gesetz hat aber auch Folgen für den Lohnausfall, der für diejenigen gilt, die sich (selbstbestimmt) nicht haben impfen lassen oder eben ihren Impfstatus wegen Symptomen verloren haben. Ist man Geimpfter und geht mit Symptomen zum Arzt, wird man krankgeschrieben und erhält Lohnfortzahlung. Fällt für Geimpfte oder Ungeimpfte ohne Symptome der PCR-Test positiv aus und wird von Staats wegen in Quarantäne geschickt, erhält man keine Lohnfortzahlung. Ist doch logisch? Harald Berger, Dischingen