Mehr als 150 Menschen mussten im Hochwasser der letzten Tage ihr Leben lassen, gleichzeitig will der Gemeinderat in Dischingen die Installation eines Campingplatzes in einem ausgewiesenen Überflutungsgebiet genehmigen. Dies macht mich sprachlos.

Verantwortungsvolles Handeln tut not

Es geht jetzt „nicht nur“ um Naturschutz, sondern auch um verantwortungsvolles, weitsichtiges Handeln. Daher verbietet es sich für mich, dieses Anliegen weiter zu verfolgen.

Ich hoffe, unser Gemeinderat hat nicht nur ein paar wenige Mitglieder, die ihren Verstand bedacht einsetzen.

Katastrophe darf sich nicht wiederholen

1968 traf unser Dorf ein schweres Hochwasser, wie es sich niemand hätte ausmalen können. Wer kann uns garantieren, dass sich eine derartige Katastrophe nicht wiederholt?

In der Folge wurde mit sehr viel Geld ein funktionierendes Schutzkonzept ausgearbeitet und jetzt wird ein Campingplatz in das Zentrum eines Überflutungsgebietes gesetzt. Dies erscheint hochgradig fahrlässig. Ich bitte die Verantwortlichen all ihre Kräfte zu mobilisieren, um dies zu verhindern.

Hochwasser schneller im Dorf

Selbst wenn das Gelände mit Dämmen geschützt wird, fehlen diese 3,5 Hektar für die Ausbreitung des Hochwassers. Folglich wird das Hochwasser schneller in Dischingen ankommen, da die Überflutungsfläche fehlt.

Ich wohne direkt am Rande des Dorfes in Richtung See, uns wird es als Erste treffen. Eine Versicherung kostet bereits jetzt eine horrende Summe, aufgrund der hohen Risikoeinstufung.

Vorhaben stoppen

„Und ist es doch Wahnsinn, so hat es doch Methode“, um es mit den Worten Shakespeares zu sagen.

Stoppt bitte dieses Vorhaben und schützt unsere Bevölkerung und unsere Natur.

Bruno Eckstein, Dischingen