Landkreis / HZ Auch im Kreis Heidenheim sind viele Landwirte derzeit damit beschäftigt, die Maissaat in den Boden zu bringen. Zum Teil geht es dabei hochmodern zu.

Wie der Kreisbauernverband Ostalb-Heidenheim in einer Pressemitteilung beschreibt, sind derzeit vermehrt Schlepper auf den Äckern unterwegs, um Mais zu sähen. „Es sollte viel regnen, damit sich die Kulturen auf den Feldern entsprechend entwickeln können und auch genug Futter fürs Vieh wachsen kann“, lautet ein Wunsch der Landwirte.

Teilweise satallitengesteuert

Beim Säen an sich geht es mittlerweile hochmodern zu: Weil Mais im Herbst den Reihen nach geerntet wird, wird er in exakten Reihen gesät. „Manche Betriebe nutzen hierfür sogar satellitengesteuerte Lenksysteme“, sagt Markus Bayer aus Frickingen. Um die einzelnen Maiskörner innerhalb der Reihe in einemexakten Abstand ablegen zu können, kämen auch pneumatische Sägeräte zum Einsatz, die die Körner im Saatkasten einzeln ansaugen und dann gezielt im Boden ablegen. Dann werde das abgelegte Saatgut von einer nachlaufenden Druckrolle im Boden angedrückt, was das Walzen der kompletten Fläche erübrigt.

Die Maispflanze, heißt es weiter, sei für die Bauern als Energielieferant sehr wichtig geworden. Trotzdem hat der Mais als Kulturpflanze keinen guten Ruf, da er sehr lange den Boden nicht bedeckt, was die Bodenerosion begünstigt. Erst ab Mitte Juli ist er so groß gewachsen, dass er die Reihen schließt und den Boden beschattet.