Ob die kommende Kabarettsaison eine normale werden wird, das steht in den Sternen – und die können auch die Aktiven des Dischinger Kuturkreises „Kultur in der Arche“ nur bedingt lesen. Sicher ist aber: Was immer an kabarettistischen Glanzlichtern 2022 möglich sein wird, soll auch stattfinden, und zwar mit einem spannenden Programm.

Wo genau Kabarettabende stattfinden werden, lässt sich einige Wochen vor Programmstart noch nicht zu hundert Prozent verlässlich sagen. Geplant sind die Abende für die kleine Kleinkunstbühne in der Arche, unter Corona-Bedingungen wird die Dischinger Egauhalle das Ausweichdomizil sein.

Das Kulturprogramm 2022 in der Arche:

Los geht es am Sonntag, 16. Januar (Nachholtermin), mit Nepo Fitz und seinem Programm „Saumensch“. Unter diesem Titel serviert der Rocker, Komiker, Schauspieler und Entertainer ein Ein- Mann-Spektakel. Fitz ist ein Satiriker, der den Lifestyle seiner Generation genau beobachtet und in seiner Analyse kein Blatt vor den Mund nimmt.

Balsam für die Ohren

Am Sonntag, 20. Februar, schreiten „Lizzy und die weißen Lilien“ auf der Kleinkunstbühne zur Tat. Die in Dischingen bestens bekannte Musikkabarettistin Lizzy Aumeier wird für das Programm „Mondsüchtig“ gleich von vier weiteren hochkarätigen Musikerinnen flankiert. Balsam für die Ohren ist damit programmiert.

Balsam für die Seele könnte dagegen Franziska Wanninger gebrauchen, die auf dem Plakat für ihr Programm „Für mich soll‘s rote Rosen hageln“ bemitleidenswert zerzaust aussieht. Am Sonntag, 20. März, stellt Wanninger ihre launige Hommage an die Leichtigkeit vor und erzählt von der Jugend im Internat, von falschen Vorsätzen und vom Dating in Zeiten von Zoom.

Auswüchse der Digitalisierung

Um die Auswüchse der Digitalisierung geht es am Sonntag, 3. April, auch in Philipp Webers aktualisiertem Programm „KI: Künstliche Idioten“. Der beim Arche-Publikum bekannte Kabarettist wartet auf eine Zeitmaschine, saubere Fusionsenergie oder wenigstens Bier zum Downloaden – und fragt sich, wann der Mensch eigentlich mal Sinnvolles mit überschüssiger Zeit anfängt.

Anny Hartmann tritt mit „No Lobby is perfect“ am Samstag, 14. Mai, auf: Hartmann ist Diplom-Volkswirtin und damit durchaus in der Lage, wirtschaftliche und politische Winkelzüge zu durchschauen und mit spitzer Zunge aufzubereiten.

Ausweichen nach Nattheim

Schon jetzt ist sicher, dass die „Kultur in der Arche“ am Sonntag, 22. Mai, in die Nattheimer Gemeindehalle ausweichen wird. Dort werden die Schauspieler Mariele Millowitsch und Walter Sittler aus dem Roman „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich und Bernd Schröder lesen.

Lange Zeit war Christian Springer als „Fonsi“ unterwegs und mehrmals Gast auf dem Härtsfeld. Mittlerweile hat er sich von dieser Figur gelöst, das satirische Florett lässt er dennoch ungebremst durch die Luft pfeifen. Sein erklärtes Gegenmittel gegen Idioten aller Couleur ist der Humor. Beweisen wird er das nach der Sommerpause am Sonntag, 18. September.

Bernd Kohlhepp muss man wahrscheinlich nicht mehr vorstellen. Als „Hämmerle“ ist der schwäbische Kabarettist im ganzen „Länd“ bekannt, nach Di­schingen reist er am 23. Oktober an mit seinem Jubiläumsprogramm „Hämmerle kommt“.

Scheinbar verloren gegangenen Tugenden

Kein Schwabe, in der „Arche“ dennoch gut bekannt, ist Jess Jochimsen. Der heitere Melancholiker unter den deutschen Kabarettisten wird am Sonntag, 6. November, sein Programm „Meine Gedanken möchte ich manchmal nicht haben“ präsentieren und sich dabei auf die Suche nach scheinbar verloren gegangenen Tugenden wie Gelassenheit, Solidarität und Vernunft machen.

Der Kartenvorverkauf für einzelne Veranstaltungen hat bereits begonnen. Karten gibt es im HZ-Ticketshop und in der Arche unter 07327.9222111, oder per Mail an info@fsf-ev.de.