Rückblick hielt Kommandant Hartmut Müller bei der Hauptversammlung der Dischinger Gesamtfeuerwehr im Frickinger Bürgerhaus. 2020 gab es 25 Einsätze bei Bränden und 27 technische Hilfeleistungen. Dies entspricht einer Steigerung von 16 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr. Die Einsätze waren vielschichtig, von Vollbränden über Türöffnungen bis hin zu Hilfe nach Unwettern und Überflutungen. Auch die Defi-Gruppen leisteten wieder einige schwierige Einsätze.

Die Statistik der Gesamtwehr Dischingen zum Jahresende 2020 umfasst 214 aktive Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, 54 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 87 Kameraden in der Altersabteilung. In Bezug auf die Gesamteinwohnerzahl leisten fast fünf Prozent der 4370 Einwohner Dienst in der Feuerwehr.

Im April 2019 wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 10 für die Abteilung Demmingen in den Dienst gestellt, im September 2019 das MLF (Mittleres Löschfahrzeug) für die Abteilung Frickingen. Ein seltener und würdevoller Anlass war die Fahnenweihe der neubeschafften Fahne der Abteilung Dischingen mit Floriansmesse und anschließendem Umzug zur Egauhalle mit Festakt.Die über 200 Digitalen Meldeempfänger wurden geliefert und der jeweiligen Einsatzkraft personalisiert zugeordnet.

Bürgermeister Alfons Jakl wies auf die Bedeutung einer schlagkräftigen und gut ausgestatteten Feuerwehr hin. Wie wichtig dies sei, habe vor allem die Flutkatastrophe im Ahrtal dieses Jahr gezeigt. Deshalb habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Geld in die Ersatzbeschaffung investiert. Derzeit werde vom Ingenieurbüro Kolb aus Steinheim ein Löschwasserkonzept erstellt, das Ende des Jahres vorliegen sollte. Mittelfristig sei im Gewerbegebiet „In den Wannen III“ das neue Feuerwehrhaus in Planung.

Kreisbrandmeister Michael Zimmermann sagte, dass die Feuerwehr im Landkreis Heidenheim gut durch die Krise gekommen sei. Aufgrund der Pandemie konnten Lehrgänge und Ausbildungen sowie Atemschutzbelastungsübungen nicht in der geplanten Form stattfinden. Er sei aber zuversichtlich, dass bis Ende November die nachzuholenden Veranstaltungen abgearbeitet werden können. Zufrieden zeigte sich der Kreisbrandmeister über die Zusagequote bei den Förderanträgen der Gemeinde Dischingen in den vergangenen Jahren. Diese liege bei 100 Prozent.

Der Verbandsvorsitzende Uli Steeger lobte die Jugendarbeit: In anderen Gemeinden gebe es eine Gesamtjugendfeuerwehr, in Dischingen habe fast jede Abteilung eine eigene Jugendfeuerwehr.

Ehrung für Hartmut Müller

Zum Schluss übernahm Uli Steger erneut das Wort. Er würdigte Kommandant Hartmut Müller als einen anerkannten treuen Feuerwehrkameraden, der auch den Kreisfeuerverband und den Verbandsausschuss des Landkreises Heidenheim unterstützt. Es sei eine große Aufgabe, 200 aktive Feuerwehrkameraden, die Jugendfeuerwehr und Altersabteilung unter einen Hut zu bringen. Müller sei damit Kommandant von über 300 Personen. Uli Steeger bezeichnete darüber hinaus die Fahrzeugbeschaffungen als Meisterstücke Müllers. Nicht zu verkennen sei ebenfalls, dass die Aufgabe von Hartmut Müller bei einer Feuerwehr der Größe von Dischingen eigentlich einem Vollzeitjob entsprechen würde. Dies könne mit keiner Vergütung aufgewogen werden. Steeger überreichte Müller für seine Verdienste im Namen des Deutschen Feuerwehrverbands das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Beförderungen und Ehrungen


Auch das Thema Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen stand bei der Hauptversammlung der Dischinger Wehr auf dem Programm. Beförderungen und Ernennungen: auf Gesamtwehrebene 2020 Löschmeister Sebastian Voitl, Johannes Haußmann und Raphael Sing, Hauptlöschmeister Bernd Eberle, Brandmeister Martin Schmidt.

Die Ehrungen des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg schlossen sich an. Für 2020 für 15 Dienstjahre Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze für Anja Linder, Peter Fischer, Michael Lindacher, Kilian Hägele, Johannes Baur, Daniel Kauf, Berthold Haas, Sven Traub, für 25 Dienstjahre Feuerwehr-Ehrenzeichen in SilberJürgen Schmid, für 40 Dienstjahre Feuerwehr-Ehrenzeichen in GoldWolfgang Gayer, Albert Jenewein, Karl Heinz Zeyer, Anton Linse, Werner Ott, Reiner Thierer; für 2021 für 15 Dienstjahre Steffen Bernhard, Thomas Kinzler, für 25 Dienstjahre Roland Schmid, Martin Schmidt Ballm., Johannes Brenner, Matthias Schmid, für 40 Dienstjahre Hartmut Müller, Georg Urban, Reinhold Hellstern.