Der Minusgrade sind es noch zu wenig, als dass die Kufenflitzer sich nach den Weihnachtstagen auf den Härtsfeldsee wagen können. Der Wasserverband Egau hat schon mal seine Warnschilder rund um den See auf den Dämmen aufgestellt.

Vereinzelt sind auf dem elf Hektar großen See größere Eisflächen erkennbar, die aber keine zwei Zentimeter dick sind. Der See wurde 1972 als Rückhaltebecken vollendet, das im Egautal fortan großflächige Überflutungen – meist nach der Schneeschmelze ­– verhindern soll. Mit den Jahren entwickelte sich hier ein attraktives Naherholungsziel mit einer eigenen Wasser(spiel)welt für Kinder.

Surfer und auch Schlauchboot-Kapitäne sind in der warmen Jahreszeit auf dem See unterwegs, der bis zu 4,20 Meter tief ist und dessen Auslauf wegen einer gewissen Sogwirkung als höchst gefährlich gekennzeichnet ist. Lediglich zwei kleine Inseln im See sind für die Menschen als Vogelschutz- und Brutgebiet tabu. Die vorhandene Einkehrmöglichkeit hat aktuell geschlossen, ein Erweiterungsbau wurde gestartet. Doch leichter Frost und etwas Schnee sorgen für eine Winterpause auf dem Bau.