Die Steinschlange am Härtsfeldsee ist jetzt offiziell eingeweiht. Dabei handelt es sich um ein bisher einmaliges Kunstprojekt im Landkreis Heidenheim, das durch zwei Mädchen begonnen wurde, die ein paar wenige bunt bemalte Steine am Härtsfeldsee ablegten.

Eine aufmerksame Spaziergängerin des Vereins Lebenshilfe hatte die bemalten Steine entdeckt und brachte die Idee in die Kunstgruppen der Lebenshilfe Heidenheim und Aalen ein. Daraufhin gestalteten dort Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam mit Familien aus Dischingen zahlreiche weitere Steine und ergänzten die Schlange, die letztendlich auf eine Länge von rund 140 Metern anwuchs.

Die Gemeinde Dischingen und die Landratsämter Heidenheim und Ostalbkreis wollten dieses Kunstprojekt dann für die Zukunft erhalten. Daher wurde die Schlange in einer rund drei Meter im Durchmesser großen Spirale, die in Beton gegossen und mit Kunstharz versiegelt wurde, verewigt. Das so entstandene Stein-Mosaik bildet jetzt als Outdoor-Kunstwerk ein weiteres touristisches Highlight am Härtsfeldsee.

Bei der Einweihung machte Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl deutlich, dass es viele „Mitspieler“ benötige, um ein solches Kunstwerk zu schaffen. Julia Urtel, Sozialdezernentin des Ostalbkreises, ergänzte im Grußwort für die Landkreise Ostalbkreis und Heidenheim, dass man in diesem Projekt eine erfolgreiche Zusammenarbeit ohne bürokratische Hürden sehen könne.

Die Vorsitzenden der Lebenshilfe Heidenheim und Aalen, Peter Welsch und Helmut Dufek, wiesen darauf hin, dass die Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung in Zeiten von Corona sehr reduziert wurden. Durch die Gestaltung der Steine war es zumindest möglich, die Kreativität der Menschen mit Behinderung zu erhalten. Matthias Schauz, Sozialdezernent des Landkreises Heidenheim, überreichte kleine Geschenke an die Akteure.

Die kommunalen Behindertenbeauftragten Iris Mack (Heidenheim) und Petra Pachner (Ostalbkreis) zeigten sich stolz über die Aktion und das schöne Symbol für gelungene Inklusion, bei der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam etwas Bemerkenswertes für die Allgemeinheit geleistet haben.

Vielfältiger Einsatz

Hervorgehoben wurde auch der Einsatz weiterer Beteiligter: Andreas Kröher mähte ein ganzes Jahr den Platz um die Steine, dessen Tochter Jessica Voitl und auch die Enkelinnen Linda und Anika Voitl, die mit ihren ersten bemalten Steinen die Steinschlange „zum Leben erweckt“ hatten, halfen schließlich dabei, die Steine in den Beton zu setzen.

Um die Langlebigkeit des Kunstwerks zu gewährleisten, engagierte sich zudem das Dischinger Bauunternehmen Pappe. Die Gemeinde Dischingen stellte darüber hinaus kostenfrei einen geeigneten Platz am Härtsfeldsee zur Verfügung.