Fast voll besetzt war der Saal des Bürgerhauses in Frickingen bei der Hauptversammlung der Dischinger Gesamtfeuerwehr. Kommandant Hartmut Müller schilderte in seinem Bericht, dass das Jahr 2021 von großen Herausforderungen durch die Pandemie geprägt war – und auch 2022 werde aller Voraussicht nach nicht einfacher.

Über 216 aktive Einsatzkräfte verfüge die Dischinger Wehr – eine Zahl, die rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung der Gemeinde entspricht. „Selbst eine Stadt Heidenheim hat kaum mehr Einsatzkräfte zur Verfügung“, verglich Müller mit einem Augenzwinkern. In fünf Jugendgruppen seien 43 Mädchen und Jungen auf dem besten Weg, die „Feuerwehr von morgen“ sicherzustellen. 84 Mitglieder sind Teil der Altersabteilung – die mitgliederstärkste ihrer Art im Landkreis.

Im Jahr 2021 wurden die Helfer zu 43 Einsätzen alarmiert: kleine und größere Brände, ausgelöste Brandmeldeanlagen, Türöffnungen, überflutete Keller und Ölspuren. Auch Fahrbahnverunreinigungen und Tierrettungen gehörten zum Spektrum.

2021 konnte ein neuer Mannschaftstransportwagen für die Abteilung Frickingen in den Einsatzdienst übernommen werden – die Beschaffung zweier weiterer Mannschaftstransportwagen erfolgt im laufenden Jahr.

Die überörtliche Zusammenarbeit werde in Zukunft noch wichtiger und enger werden, so Müller – mit den Nachbargemeinden Neresheim und Nattheim wurden entsprechende Vereinbarungen getroffen.

Der zweite stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Pappe sicherte der Feuerwehr die volle Unterstützung der Gemeinde zu: „Gemeinderat und Verwaltung wissen, dass jeder Euro für die Feuerwehr gut angelegt ist – für die Sicherheit von uns allen in Dischingen.“ Auch der dringend notwendige Neubau des Gerätehauses in Dischingen schreite voran, so Pappe. Jedoch müsse ein solches Projekt auch mit entsprechend finanziellen Ressourcen ausgestattet werden.

Kreisbrandmeister Michael Zimmermann verwies bei einem Blick in die Zukunft auf die Herausforderungen in den nächsten Monaten und Jahren – darunter Themenkomplexe wie der Digitalfunk. Auch der erforderliche Neubau der Leitstelle in Aalen schreite voran. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Uli Steeger, sagte: „Wer hätte aber geglaubt, wie schnell sich alles ändern kann“, so Steeger. Eigentlich sollte – mit Unterstützung der Feuerwehren des Landkreises – in der Ukraine eine freiwillige Feuerwehr gegründet, aufgebaut, ausgebildet und unterstützt werden. „Stattdessen schicken wir jetzt Hilfsgüter, Verbandsmaterial und Krankenwagen in die Ukraine.“

Ehrungen und Beförderungen

Im Rahmen der Versammlung konnten wieder zahlreiche Ehrungen und Beförderungen durch Kommandant Müller und Kreisbrandmeister Zimmermann überreicht werden: Für 15 Jahre Einsatzdienst in der Feuerwehr erhielten Dennis Schwarz, Sandra Schmid, Simon Bayer und Peter Raunecker das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze. Seit 25 Jahren leisten Tobias Pradl, Stefan Schmid und Karl-Josef Wieland Feuerwehrdienst in Dischingen – sie erhielten das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber. 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr leistete Wolfgang Theierl aus der Abteilung Ballmertshofen – er wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbands in Gold gewürdigt.

Nach erfolgreichem Abschluss von Lehrgängen beförderte Müller auch wieder Kameraden in neue Aufgaben: Daniel Deichmann, Marco Täubel und Simon Linder wurden zu Gruppenführern ernannt und zu Löschmeistern befördert. Markus Göttle und Kilian Hägele wurden zu Zugführern ernannt und zum Brandmeister befördert.