„Allez hopp!“ schallte es unter tosendem Applaus gleich mehrmals durchs Zirkuszelt – das Publikum feierte die Artistinnen und Artisten der Egauschule am Ende jeder Aufführung, die im Rahmen eines Schulprojekts zusammen mit dem Zirkus ZappZarap zustande kamen. 23 Nummern wurden in jeder der vier Aufführungen gezeigt und über 1000 Besucherinnen und Besucher gezählt.

So markierte der Schlussapplaus gegen 17 Uhr den Abschluss einer ereignisreichen Woche: Je nach Neigung hatten sich die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Woche ihrem Workshop zugeordnet – von Akrobatik bis Zaubern, ob auf dem Drahtseil, dem Nagelbrett oder zwei Schulterblättern, bei Schwarzlicht, im Nebel oder im Flackern der Flammen. Angeleitet durch Lehrkräfte und Artistinnen des Zirkus ZappZarap tasteten sich Schülerinnen und Schüler quer durch die Jahrgangsstufen 1 bis 9 an ihr Kunststück heran.

Am fünften Tag schließlich stand die Choreographie, wurde vor den kritischen und doch großen Augen der benachbarten Kindergartenkinder generalgeprobt und danach vielleicht final gefeilt.

Und am Aufführungstag klappte dann auch alles. „Das wird den Kindern ein ganzes Leben lang in Erinnerung bleiben“, hörte man Eltern vor dem Zelt. Hinter den Kulissen zeigte sich indes fast schon Routine und das Motto der Zirkuswoche schien aufgegangen: „Kannst Du nicht war gestern!“

„Pädagogisch wertvoll“

„Dass diese Zirkuswoche pädagogisch sehr wertvoll ist, wie sehr sie die Gemeinschaft stärkt und zur Schulform der Gemeinschaftsschule passt, darüber brauchen wir nicht reden“, meinte Schulleiterin Heidrun Abele, „das ist hier allseits zu sehen. Was man aber nicht sah: Das komplette Projekt wurde über Spenden finanziert.

Lob gab es auch von Inge Grein-Feil von Freunde schaffen Freude, die auch als erfahrene Clown- und Theaterpädagogin wirkt und bei einer der Aufführungen zuschaute: „Was wir erleben durften, war wirklich außergewöhnlich. So ganz selbstverständlich fand hier Inklusion und Stärkung des Selbstvertrauens in spielerischem Miteinander statt.“