Dischingen / pm Das Land unterstützt die Gemeinde mit rund 44 000 Euro für zwei Strecken.

Der vor geraumer Zeit ermittelte Investitionsstau für sanierungsbedürftige Straßen und Wege in Höhe von 14 Millionen Euro war ein Schock für die Härtsfeldgemeinde. Die Erhebung sei „niederschlagend für uns“ gewesen, rief Bürgermeister Alfons Jakl jetzt im Gemeinderat in Erinnerung.

Als ein Lichtblick wurde daher das dieses Jahr vom Land beschlossene Förderprogramm für die nachhaltige Modernisierung von ländlichen Wegen empfunden. Dischingen bewarb sich mit Feldwegstrecken und habe eine Zusage für einen Zuschuss von 43 861 Euro erhalten, so Jakl.

Es gelte jetzt, die Ausschreibung anzugehen, um die Vorhaben im Frühjahr umsetzen zu können. Folgeanträge zur Förderung könnten nachgereicht werden, die Finanzierung sei über den Haushalt sichergestellt, so der Bürgermeister.

Ingenieur Helmut Kolb nannte als Aufgaben zwei in schlechtem Zustand befindliche Feldwege. Zum einen sei dies die Zufahrt von Frickingen Richtung Q-Hof, zum anderen eine Strecke südwestlich von Trugenhofen.

Die Bruttobaukosten bezifferte er auf 287 070 Euro, die zuwendungsfähigen Kosten auf 219 305 Euro. Nach Abzug des Zuschusses verblieben für die Gemeinde 243 209 Euro. Im Haushalt 2018 stehen 250 000 Euro für Straßensanierung bereit.

Ein Tropfen auf den heißen Stein

Ein stolzer Betrag, sagte Jakl, „aber nur ein Tropfen auf einen heißen Stein“ im Hinblick auf die 14 Millionen. Die Gemeinderäte beauftragten einstimmig Ingenieur Kolb für das Bruttohonorar von 14 297 Euro mit den Ingenieurleistungen einschließlich örtlicher Bauüberwachung. Außerdem wurde die öffentliche Ausschreibung der Tiefbauarbeiten beschlossen.

Jakl schilderte im Anschluss, dass einige Strecken schon saniert wurden, so der Weg vom Kinderhaus zur Gärtnerei Lehnert für 25 000 Euro, ein Abschnitt bei der Firma Ehnle in Demmingen für 12 500 Euro sowie ein Bereich bei Varta für 25 000 Euro, von denen Varta 15 000 Euro übernommen habe.

Gemeinderat Martin Pampuch sprach die Kreuzung Zwinkelweg/Dossenberger Straße als eine Gefahrstelle an, an der es häufiger zu Unfällen komme. Die Vergrößerung des Kurvenradius durch Varta führe zur Verunsicherung bei den Verkehrsteilnehmern, weil sie die Stelle zum Halten nicht erkennen würden. Vielleicht könne man bei der Verkehrsschau des Landratsamts Haltelinien vorschlagen.

Hauptamtsleiterin Evi Saur antwortete, dass eine Verkehrsschau stattgefunden habe, die Kreuzung aber als übersichtlich eingestuft worden sei: Es gelte rechts vor links und die Situation sei gut einsehbar. Die Notwendigkeit von Haltelinien sei nicht erkannt worden. Jeder Fahrer meine dort, er befinde sich auf einer Vorfahrtstraße, fügte Pampuch an. Die Polizei sehe hier keinen Unfallschwerpunkt, entgegnete die Hauptamtsleiterin.

Anton Scherer sagte: „Das ist die gefährlichste Kreuzung in ganz Dischingen.“ Er bat darum, ins Protokoll aufzunehmen, dass dies mehrfach im Gemeinderat thematisiert worden sei. Der Bürgermeister kündigte an, dass die Gemeinde dem Landratsamt Heidenheim vermitteln werde, dass man mit dem Ergebnis der Verkehrsschau nicht zufrieden ist. Klaus Dammann