Corona hat auch bei der Härtsfeld-Museumsbahn (HMB) eine deutliche Terminverschiebung zu verantworten: Die Eröffnung der Neubaustrecke zum Härtsfeldsee wird nicht im jetzigen September, sondern voraussichtlich erst zum Saisonbeginn 2021 stattfinden. Aber dennoch steht bei dem rührigen Verein auch 2020 noch einiges auf dem Terminplan.

Am Sonntag, 13. September, fahren die Züge zum Tag des offenen Denmals nach Regelfahrplan und der denkmalgeschützte Bahnhof Dischingen ist zur Besichtigung geöffnet. Auch die Modelbahnanlage wird dort wieder aufgebaut – mit neuen Modellen der Lok 11 und 12. In Neresheim starten die Oldtimer- Omnibusfahrten mit Anschlusshalt am Bahnhof Sägmühle.

Am 3. und 4. Oktober finden dann zwei Betriebstage statt. Möglicherweise wird es das letzte Mal sein, dass es heißt „Sägmühle Endstation“. An allen Betriebstagen wird nach Regelfahrplan gefahren. Geplant ist außerdem, die Nikolausfahrten am 6. Dezember abzuhalten. Diese Fahrten fänden nach Sonderfahrplan statt, Fahrkarten wird es erst im Oktober geben.

Auch im Rückblick auf die vergangenen Wochen gibt es vom Härtsfeld-Museumsbahnverein Interessantes zu vermelden. Der Betriebstag am 6. September war mit über 300 zahlenden Fahrgästen gut besucht. Im Bahnhof Katzenstein wurde der Wasserabzugsgraben direkt an den Fuß des Damms der Bahnhofsanlage verlegt, damit die Fläche zwischen Bahnhof und Seedamm einfacher gemäht werden kann. Das Planum des Abstellgleises wurde ebenfalls hergestellt. Ende August wurde der Wellrohr-Durchlass für den Katzensteiner Bach eingebaut. Der Bahndamm wurde an der Stelle geschlossen – nun können die Gleise fertig verlegt werden.

Am Haltepunkt Iggenhausen haben die Arbeiten zum Bau der Bahnsteigkante begonnen. Da hier aufgrund des felsigen Untergrunds keine Schienen eingerammt werden können, wurde ein Betonfundament hergestellt, auf das L-Steine als Bahnsteigkante gesetzt werden. Der weitere Plan: Einbau der Weiche 3 (Ausfahrweiche Richtung Dischingen) und Aufbau des Umfahrgleises im Bahnhof Katzenstein. Parallel dazu wird der Bahnsteig weiter hergerichtet.

Eine mögliche Beleuchtung der Bahnsteige wird vorbereitet. Es ist geplant, auch die Schutzhütte in Iggenhausen wieder zu errichten, ebenso die Rampe in Katzenstein. Aus dem Ergebnis einer Verkehrsschau wird sich die Signalisierung der Strecke ergeben, die dann aufgebaut wird. Eine Gleisparameterprüfung soll erfolgen, um Fehlstellungen noch beseitigen zu können.

Arbeiten erfolgten seit Winter an den Fahrzeugen. Überarbeitet wurde im Lokschuppen der Personenwagen HMB 7. Durch die von Corona bedingten Einschränkungen zogen sich die Arbeiten länger hin als gedacht. Die Hauptuntersuchung wurde im Juni vorgenommen. Am Triebwagenanhänger TA 254 wurde ebenfalls weitergearbeitet. Der Rungenwagen RW 322, der einzige original erhaltene Güterwagen der Härtsfeldbahn, wurde von den Gleisen gehoben und ausgeachst, Rahmen und Achsen wurden sandgestrahlt, lackiert und überprüft.

Letztlich sind die Aktiven des HMB zufrieden, dass trotz ungünstiger Umstände überhaupt gearbeitet und gefahren werden kann.