Ohne Gegenstimmen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, ab dem kommenden Kindergartenjahr die Elternbeiträge um pauschal 3,9 Prozent zu erhöhen. Die Gemeinde ist Betreiberin des Kindergartens in Frickingen und der Kinderkrippe Ballmertshofen. Zugleich stimmte der Rat der Beitragserhöhung in den von der katholischen Kirchengemeinde betriebenen Einrichtungen zu.

Die Gemeinde bleibe damit „erneut bewusst hinter der Entwicklung der tatsächlichen Kostensteigerung zurück“, heißt es in der Sitzungsvorlage für die Ratsmitglieder. Weiterhin werde eine Kostendeckung von 20 Prozent durch die Elternbeiträge angestrebt.

Wie Bürgermeister Alfons Jakl erläuterte, bezuschusse Dischingen jeden Kindergartenplatz mit monatlich 350 Euro. Aufs Jahr umgerechnet ergab dies beispielsweise im Jahr 2020 einen Abmangel von mehr als 600.000 Euro. „Das Geld ist aber gut angelegt“, betonte Jakl.

Kritisiert wurde in der Sitzung indes, dass hinsichtlich der Außenanlagen des Frickinger Kindergartens noch immer keine Klarheit herrsche. Zwar wurde vor geraumer Zeit im Rat ein Plan vorgestellt, dessen Umsetzung jedoch mindestens 350.000 Euro kosten würde. Bislang gibt es dafür offenbar noch keine Fördermittel.

Anton Scherer (Freier Wählerblock) war der Ansicht, die Anlage könnte längst umgestaltet sein, wenn man die Frickinger Bürgerinnen und Bürger für freiwillige Leistungen ins Boot geholt hätte.