Katzenstein / Klaus-Dieter Kirschner Die Arbeiten dienen dem Anschluss von Katzenstein und Frickingen an die Sammelkläranlage.

Das zumeist trockene, aber auch sehr warme Wetter ist auf Seiten der Bauarbeiter, die aktuell im Auftrag des Abwasserzweckverbands Härtsfeld zwischen Katzenstein und dem Härtsfeldsee viel zu tun haben und viel Staub aufwirbeln. Für Frickingen und Katzenstein werden die Abwasserentsorgung und die Regenwasser-Bewirtschaftung auf ein modernes Niveau gebracht.

Das Land unterstützt die umfangreichen Tiefbauarbeiten mit 1,35 Millionen Euro Zuschuss. Vorigen Mai hatte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer persönlich in Dischingen Bürgermeister Alfons Jakl den Zuschussbescheid in die Hände gedrückt.

2019 hatte der Abwasserzweckverband bei seiner Verbandsversammlung in der Großkläranlage Dattenhausen nicht nur sein 40-jähriges Bestehen gefeiert, sondern in einem Ausblick auch unterstrichen, dass zeitnah Frickinger und Katzensteiner Abwasser in Dattenhausen gereinigt werden wird. Die momentanen Bauarbeiten sehen neben einem großen Regenwasser-Rückhaltebecken einen Hauptsammler vor, der an die Abwasserleitung angedockt wird, die von Neresheim über Dischingen nach Dattenhausen verläuft.

Gut vorangekommen sind bis dato sowohl die Arbeiten am Staubecken wie auch am Kanal. Dieser sogenannte Freispiegelkanal misst 1,2 Kilometer Länge und führt teilweise über Neresheimer Gemarkung. Deshalb erhielt die Klosterstadt für diesen Kanalbau einen Landeszuschuss von 440 000 Euro.

Mit einer Spezialmaschine werden die Kanalrohre unter der Straße von Iggenhausen nach Dischingen durchgepresst. Im Zuge der Arbeiten entsteht außerdem ein Durchlass unter der im Aufbau befindlichen Bahnstrecke Neresheim-Sägmühle- Katzenstein. Vorerst wird die Museumsbahn in Sichtweite der Stauferburg Katzenstein am Härtsfeldsee enden. Sobald der Durchlass vollendet ist, können die zumeist ehrenamtlichen Eisenbahner weiter am Bahndamm bauen.

Wenn die Tiefbauarbeiten abgeschlossen und der Probebetrieb gut verlaufen sind, wird die alte Kläranlage Katzenstein vom Netz genommen. Die Technik dieser Anlage ist veraltet und nicht mehr leistungsfähig genug, hieß es aus Verbandskreisen.

Insgesamt betreibt der Abwasserzweckverband Härtsfeld 72 Kilometer Abwasserleitungen und auf württembergischem und bayerischem Gebiet 35 Regenwasser-Rückhaltebecken. Sie dienen bei entsprechend extremem Niederschlag dazu, dass das Kanalnetz nicht überlastet wird.