Bereits zum zweiten Mal gelang es an der Hillerschule, eine Sonde mit einem Wetterballon bis in die Stratosphäre zu schicken. Für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b war es die erste Teilnahme an diesem besonderen Projekt.
Nach intensiver Vorbereitung erreichte der Wetterballon eine beeindruckende Höhe von 36.840 Metern und lieferte wertvolle Messdaten sowie eindrucksvolle Aufnahmen aus den höchsten Schichten der Atmosphäre.
Die Schülerinnen und Schüler bauten die Sonde selbst auf und statteten sie mit einem Datenlogger, einem GPS-Tracker und einer Kamera aus. Nach dem erfolgreichen Start verfolgten sie den Flug der Sonde live, bevor diese nach der Landung mithilfe des GPS-Trackers wieder geborgen werden konnte.
Anschließend begann die wissenschaftliche Auswertung der gesammelten Messdaten. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Erkenntnisse gewinnen. So sank der Luftdruck in 36.840 Metern Höhe auf nur noch 5,1 hPa. Zum Vergleich: Am Erdboden beträgt der Luftdruck etwa 1013 hPa. Dadurch wurde eindrucksvoll sichtbar, wie dünn die Luft in der Stratosphäre ist.

Auch die Temperaturmessungen zeigten die extremen Bedingungen in großer Höhe. Außerhalb der Sonde wurden bis zu −56,9 °C gemessen. Dennoch arbeitete die Technik während des gesamten Fluges zuverlässig. Die Isolierung aus Styropor erwies sich dabei als hervorragender Schutz. Trotz der eisigen Temperaturen blieb die Elektronik funktionsfähig – ein eindrucksvoller Beweis für die sehr guten Isoliereigenschaften des Materials.
Physik wird greifbar
Darüber hinaus registrierten die Sensoren eine deutlich höhere UV- und Infrarotstrahlung als am Erdboden. Die Schülerinnen und Schüler konnten dadurch nachvollziehen, welche wichtige Schutzfunktion unsere Atmosphäre übernimmt. Sie filtert einen großen Teil der energiereichen Sonnenstrahlung und macht Leben auf der Erde überhaupt erst möglich.
„Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie motiviert die Schülerinnen und Schüler an einem solchen Projekt arbeiten. Wenn sie ihre eigene Sonde aus 36.840 Metern Höhe bergen und anschließend die Messdaten selbst auswerten, wird Physik greifbar und bleibt nachhaltig im Gedächtnis“, freut sich Lehrer Damir Meta.
Die Stratosphärenmission fand im Rahmen des Physikunterrichts statt und verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Forschung. Die Schülerinnen und Schüler erleben Naturwissenschaften nicht nur im Klassenzimmer, sondern sammeln selbst echte Messdaten und gewinnen Erkenntnisse unter Bedingungen, die sonst nur in der Raumfahrt oder Forschung untersucht werden.
