Rund 100 Tierärzte aus ganz Deutschland haben im Rahmen der Jahrestagung der Fachgruppe „Kleine Wiederkäuer und Neuweltkamele“ der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft die Wanderschäferei Smietana auf der Steinheimer Heiderose besucht. Bei dieser Exkursion informierten sie sich über die Arbeit der Schäferei und die Bedeutung der Schafe für die Landschaftspflege im Landkreis Heidenheim.
Bei einem Rundgang über die Wacholderheide ging es für die Teilnehmer nicht nur um Schafe, sondern auch um die Landschaft, die durch ihre Beweidung erhalten wird. Der Heidenheimer Stadtförster Christian Eder erläuterte den Tierärzten die Besonderheiten des Steinheimer Beckens und die Bedeutung der Schafhaltung.
Dürfen Schäfer ihre Tiere bei Dürre in den Wald lassen?
Die Wanderschäferei Smietana ist dabei nicht nur im Landkreis unterwegs. Andrea Smietana berichtete, dass ihr Mann parallel mit einer Herde im Biosphärengebiet bei Münsingen unterwegs sei. Insgesamt umfasst der Hof rund 250 Schafe samt Nachzucht.
Gesundheitliche Folgen für Schafe
Neben den Besonderheiten der Tierhaltung kamen auch die Probleme zur Sprache, mit denen Schäfer im Alltag zu kämpfen haben. Ein großes Thema seien freilaufende Hunde. Besonders auf den Heideflächen im Stadtgebiet stellt zudem die Verschmutzung durch Hundekot ein Problem dar. Für die Schafe können solche Hinterlassenschaften gesundheitliche Folgen haben.
Zum Abschluss besichtigte die Gruppe noch die Stallungen der Schäferei. Für die rund 100 Tierärzte war die Exkursion damit eine Ergänzung zur Fachtagung in Schwäbisch Gmünd.

