Haltestelle „Hirsch“

Barrierefreiheit: So ist der Plan für die neuen Bushaltestellen in der Ortsmitte von Söhnstetten

Im Zuge der Sanierung der B466 durch Söhnstetten hindurch plant die Gemeinde Steinheim nun auch, die Bushaltestellen umzubauen. Das soll für mehr Barrierefreiheit sorgen:

Wer von Heidenheim in Richtung Böhmenkirch fährt, wird sich bestimmt schon einmal fragend die Haltestelle südlich der Durchfahrtsstraße in Söhnstetten angeschaut und gemurmelt haben: „Wann wird die eigentlich neu gemacht?“ Die Antwort: bald. In absehbarer Zukunft sollen im Zuge der Sanierung der Durchfahrtsstraße die Bushaltestellen barrierefrei werden. Das marode Haltestellenhäuschen wird dann Geschichte sein.

Bereits im vergangenen Jahr wurde von Steinheims Bürgermeister Holger Weise bekannt gegeben, dass die B466 vom Sontheimer Wirtshäusle bis nach Söhnstetten saniert werden soll. Auch die Ortsdurchfahrt wird neu asphaltiert. Das sah die Gemeindeverwaltung Steinheim jetzt als Chance, die Bushaltestellen in der Ortsmitte und am Ortsausgang in Richtung Böhmenkirch im Zuge der Maßnahme des Regierungspräsidiums mitzusanieren. Das würde nicht nur die Kosten reduzieren, sondern auch den Arbeitsaufwand minimieren und den Durchgangsverkehr nicht weiter behindern, hieß es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Keine Haltebuchten mehr

Der Plan sieht vor, die Bushaltestellen barrierefrei zu gestalten. Dabei soll der Bordstein mitsamt Gehweg angehoben werden und mit einer moderaten Absenkung wieder auf die normale Höhe des Gehwegs führen. Die Haltebuchten sollen dabei in der Ortsmitte verschwinden, um genügend Abstand zu den anliegenden Häusern zu gewährleisten. „Es ist laut Einschätzung des Regierungspräsidiums bei dem Verkehrsaufkommen möglich, die Busse auf der regulären Fahrbahn halten zu lassen, ohne großen Rückstau zu riskieren“, so Helmut Kolb vom Ingenieurbüro Kolb, der bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Regierungspräsidium den Vorschlag einbringen konnte. Dieser stieß auch dort auf Zustimmung.

Das Bushaltestellenhäuschen auf der Südseite der Straße soll dann ersetzt und an einer anderen Stelle wieder aufgebaut werden. Die Bushaltestelle auf der Nordseite wird direkt vor dem ehemaligen „Hirsch“ entstehen, jedoch kein Haltehäuschen bekommen. Bei den Gemeinderäten stieß der Vorschlag überwiegend auf Zustimmung. Auf Nachfrage von Christoph Müller bestätigte die Verwaltung, dass mit den Anwohnern bereits das Gespräch gesucht worden sei, der Prozess aber noch nicht abgeschlossen sei.

Nach der einstimmigen Zustimmung aus dem Gemeinderat geht es für die Verwaltung nun an die Detailplanung sowie an die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium, das den Zeitpunkt der Straßensanierung noch nicht bekannt gegeben hat. Die Gemeinde plant für die Haltestelle im Ortskern rund 125.000 Euro ein, für die Bushaltestellen mit Querungshilfe am Ortsausgang rund 247.000 Euro. Eine Förderung hält Bürgermeister Weise dabei für sehr wahrscheinlich. Die entsprechenden Anträge seien bereits gestellt worden.

„Was den Ausbau der Barrierefreiheit angeht, hängt Steinheim ziemlich hinterher“, waren die Worte einer in der Sitzung anwesenden Bürgerin, die sich ebenfalls für die Haltestellen im Hauptort interessierte. Bürgermeister Weise stimmte dem zu, wies jedoch auf den geplanten Ausbau hin, der zunächst die Teilorte einbeziehen und anschließend Steinheim selbst betreffen werde.