Auch für die Stadt Niederstotzingen wurde nunmehr eine Katzenschutzverordnung erlassen. Bisher habe man sich zurückgehalten, um sicherzustellen, dass Zielsetzung und Abläufe klar und deutlich sind, so Bürgermeister Marcus Bremer in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats. Dabei sei es der Stadtverwaltung vor allem wichtig gewesen, sich dieser Thematik mit der notwendigen Sachlichkeit zu nähern und eine möglichst objektive und faktenbasierte Entscheidungsgrundlage zu erarbeiten. Man habe sich mit dem Kreistierschutzverein ausgetauscht, der auch das Tierheim Heidenheim betreibt.
In diesem Austausch kristallisierte sich heraus, dass die Zahl herrenloser und verwilderter Katzen tendenziell ansteigt. Betroffen seien vor allem entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hauskatzen und deren Nachkommen, die als domestizierte Tiere nicht eigenständig überleben können, denn anders als Wildtieren fehle ihnen die Fähigkeit, sich dauerhaft und eigenständig zu versorgen. Entgegen häufig anzutreffender Ansicht sei es eben nicht so, dass sich Katzen in freier Natur durch die Jagd von Mäusen selbst ernähren können. Dies führe zu unzureichender Nahrungsaufnahme, diese wiederum zu Mangelerscheinungen und damit zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit. Diese gesundheitlichen Belastungen führen nicht selten zum Tod unter qualvollen Bedingungen.
