Sonderausstellung in der Alten Schule

Tausende Jahre alte Exponate sorgten in Nattheim für Staunen

Beim Tag der offenen Tür in der Alten Schule in Nattheim war am Sonntag viel geboten – unter anderem eine Sonderausstellung mit archäologischen Funden. Dass trotzdem weniger Besucher da waren, als in den Vorjahren, hat seinen Grund.

Eintauchen in längst vergangene Zeiten konnte man am Sonntag in Nattheim. Wie jedes Jahr hatten der Museumsverein Geschichtswerkstatt und die anderen im Alten Schulhaus beheimateten Vereine einen Tag der offenen Tür organisiert. Höhepunkt war diesmal eine Sonderausstellung mit archäologischen Funden aus Nattheim samt Teilorten.

„Die ältesten Stücke sind 4000 bis 5000 Jahre alt“, sagt Günther Paschaweh, Vorsitzender des Museumsvereins. „Das reicht zurück bis in die Jungsteinzeit.“ Entsprechend erstaunt hätten sich viele der Besucher gezeigt über die ausgestellten Äxte, Schwerter und Gefäße, die sonst in Heidenheim eingelagert sind. Zu erfahren ist über die Gegenstände, wo sie gefunden wurden – teilweise handelt es sich um Zufallsfunde, auf die man im Rahmen von Baustellen gestoßen ist. Vermerkt sind, wenn bekannt, auch die Finder, unter ihnen etwa der Heidenheimer Ehrenbürger Eugen Gaus.

Auch mit weniger Besuchern sehr zufrieden

Wie Günther Paschaweh berichtet, reichte die Resonanz auf den Tag der offenen Tür trotz der außergewöhnlichen Sonder-Exponate nicht an die der Vorjahre heran. Mit mehr als 100 Besuchern sei man dennoch sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages. Auch deshalb, weil man sich den Rückgang bei den Besucherzahlen gut erklären könne: Anders als in den Vorjahren gab es bei der diesjährigen Ausgabe keine Zusammenarbeit mit der Wiesbühlschule. „Durch die Schüler waren auch immer die Eltern, Geschwister und teilweise sogar Großeltern dabei.“ Dieses Jahr, sagt Paschaweh, habe die Kooperation aber aus zeitlichen Gründen bei den Organisatorinnen nicht zustande kommen können. Das soll aber eine Ausnahme bleiben: Kommendes Jahr strebe man eine erneute Zusammenarbeit mit der Wiesbühlschule an.

Für Kinder war aber auch ohne schulische Beteiligung Einiges geboten beim Tag der offenen Tür. So konnten etwa Mammuts aus Speckstein herausgearbeitet werden, bei den Landfrauen waren Bastelarbeiten zum Thema Mittelalter möglich, Carmen Stumpf erzählte Märchen. Zudem war im Dachgeschoss der Alten Schule die große Modelleisenbahn zu sehen, der Liederkranz bot etwas für die Ohren und der Schwäbische Albverein sorgte fürs leibliche Wohl. Günther Paschaweh freut sich: „Kaffee und Kuchen gehen ja bekanntlich immer gut.“

Noch bis März zu sehen

Die Sonderausstellung mit den archäologischen Funden ist noch bis März in den Räumen des Korallen- und Heimatmuseums zu sehen. Besucht werden kann sie jeden ersten Sonntag im Monat, auf Nachfrage werden auch Führungen angeboten.