Der Tag, an dem auf dem Geflügelhof Kaiser in Öllingen der Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt wurde, war ein dunkler Tag für den Betrieb: 15.000 Tiere mussten Ende Oktober 2025 getötet werden. Es folgten wochenlange Auflagen für alle Geflügelhalter in einem größeren Umkreis, bevor nach dem Ausbleiben weiterer Fälle die Entwarnung kam.
Wie die „Südwest Presse“ berichtet, sind nun am Mittwoch die ersten neuen Tiere in den Stall eingezogen. Insgesamt sollen es bald 3000 Legehennen, 4000 Masthähnchen und 800 Puten sein, also knapp halb so viele wie vor dem Vogelgrippe-Vorfall. Das bedeutet aber nicht, dass der Hof bald wieder mit dem Verkauf beginnen kann, wie der Leiter des Betriebs, Hans-Martin Kaiser, erklärt.
Denn die Tiere, die alle schon vor Anlieferung auf Krankheiten getestet werden, sollen Ende Februar noch einmal stichprobenartig überprüft werden. Wenn die Tests unauffällig bleiben, kann eine Aufhebung der Auflagen des Veterinäramts beauftragt werden. Ganz abgesehen davon braucht es laut Kaiser ein paar Wochen, bis die jungen Legehennen mit dem Legen beginnen und bis die Masthähnchen ein ausreichendes Gewicht erreichen.
Ärger über KI-Ampel in Ellwangen
Große Hoffnungen damals, großer Unmut heute – so wird in einem Artikel der „Schwäbischen Post“ die öffentliche Meinung über die KI-gestützte Ampelsteuerung an der Ellwanger Westtangente beschrieben. 2024 wurde sie als vom Land finanziertes Pilotprojekt eingeführt; die Herstellerfirma versprach „weniger Halte, kürzere Haltezeiten und insgesamt kürzere Reisezeiten durch grüne Wellen“.
Dafür erfasst das System in Echtzeit den Verkehr und sagt mithilfe historischer und aktueller Daten voraus, wie viele Fahrzeuge sich in nächster Zeit auf den Straßen befinden werden. Auf dieser Basis werden dann zwölf Ampeln entlang der B290 und der Südtangente eingestellt.
Nicht für alle Fußgänger und Autofahrer bedeutet das eine Verbesserung, das lassen zumindest Beschwerden auf Facebook erahnen. Bürgermeister Volker Grab sieht das anders: In der Stadtverwaltung sei man „im Großen und Ganzen mit der neuen Ampelsteuerung zufrieden“. Am 18. Januar habe es zwar einen Defekt der Sensorschlaufen in der Fahrbahn gegeben, doch diesen habe man umgehend reparieren können.
Aktuell und auch in Zukunft wird das Projekt durch die Herstellerfirma Yunex Traffic begleitet. Besonders auch während der anstehenden Landesgartenschau, wenn ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der B290 erwartet wird, wird die Firma laut Grab die Ampeln überwachen und bei Bedarf nachsteuern.
Ein offizieller Drogen-Test im Alb-Donau-Kreis
Bei der Drogenhilfe Ulm/Alb-Donau können sich Interessierte jetzt für einen Drogen-Test anmelden. Nicht für einen, bei dem Blut oder Urin untersucht wird, sondern für einen, bei dem mitgebrachte Substanzen auf ihre Reinheit überprüft werden. Laut einem Bericht der „Südwest Presse“ passen alle dafür nötigen Utensilien, wie Testflüssigkeiten und eine Waage, in einen einzelnen Koffer.
Der Klient bringt dann eine geringe Menge der zu testenden Substanz nach Ulm in die Räumlichkeiten der Drogenhilfe mit, wobei Transport und Besitz natürlich weiterhin illegal blieben. Wird er also auf dem Weg erwischt, hat er „Pech gehabt“, so Markus Müller von der Ulmer Drogenhilfe, der für die Tests geschult wurde. Erst nachdem die Substanz in der Testflüssigkeit landet, dürfen die Mitarbeiter der Drogenhilfe diese an sich nehmen. Während man auf das Ergebnis wartet, führen sie ein Gespräch mit dem Klienten.
Ziel ist es, herauszufinden, ob die Substanz auch die ist, als die sie verkauft wurde, und wie rein sie ist. Denn oft werden Drogen mit anderen Inhalten „gestreckt“. Durch einen solchen Test soll der Konsum risikoärmer gemacht werden, wobei Müller nicht davon ablenken will, dass Drogenkonsum immer gefährlich ist. Genau darüber könne man dann aber auch mit den Leuten ins Gespräch kommen, die für einen Test herkommen.
Banküberfall in Essingen
Am Donnerstagnachmittag kam es zu einem Raubüberfall in einer Bankfiliale in Essingen. Wie die „Schwäbische Post“ berichtet, betrat ein unbekannter Täter gegen 16 Uhr die Bank, bedrohte eine Mitarbeiterin und entwendete einen höheren, aber von der Polizei nicht näher eingegrenzten Geldbetrag.
Es kam zu einem Großeinsatz, zwischenzeitlich waren bis zu 30 Fahrzeugbesatzungen der Polizei im Einsatz. Befragt wurden sowohl die Mitarbeiter der Bankfiliale als auch alle Anwohner. Auch am Freitag arbeiteten laut Polizei 20 Ermittlerinnen und Ermittler an dem Fall. Zusätzlich wird um Zeugenaussagen gebeten. Die Polizei beschreibt den Täter als dunkelhaarig, mit schwarzer Mütze, dunklem Schal, schwarzen Handschuhen sowie einem dunklen Mantel. Mit sich führte er zum Tatzeitpunkt wohl einen rosa Koffer.

