Samstagabend aufgehängt, am Montag fehlte jede Spur: In Böbingen bei Aalen sind am vergangenen Wochenende mehrere Wahlplakate der SPD entwendet worden. Dabei handelte es sich laut der „Schwäpo“ um Laternenplakate mit dem Motiv der Wahlkreis-Kandidatin Ulrike von Streit, ein Themenplakat sowie ein Plakat des Landes-Spitzenkandidaten Andreas Stoch.
Inzwischen hängen AfD-Plakate
Die SPD geht nicht von einer spontanen Einzelaktion aus, sondern vermutet eine organisierte Tat. „Nicht auszuschließen ist, dass übermotivierte Wahlkämpfer' einer anderen Partei als Diebe am Werk waren“, so Rolf Voigt, Pressesprecher des SPD-Kreisverbands Ostalb. Auffällig sei, dass an sämtlichen Stellen, an denen die SPD-Plakate verschwunden sind, inzwischen Plakate der AfD hängen. Die Partei hat den Vorfall zur Anzeige gebracht.
Palm staut seit 153 Jahren den Kocher auf
Seit 153 Jahren wird der Kocher direkt neben der Papierfabrik Palm in Aalen-Neukochen aufgestaut, um die Produktion mit Wasser zu versorgen. Im Rahmen einer Renaturierung wurde daher vor zwölf Jahren auch eine Fischtreppe an der Staustufe gebaut. „Damals ging man davon aus, dass sie für die Fische gut durchgängig ist“, so Dr. Wolfgang Palm, Seniorchef der Palm-Gruppe der „Schwäpo“. Inzwischen gibt es aber neue Erkenntnisse und der Aufstieg für die Fische muss nun grundlegend überarbeitet werden. 19 kleinere Betonstufen sollen ins Flussbett eingebaut werden, um den Fischen den Aufstieg zu erleichtern.
Die Kosten für die neue Fischtreppe trägt Palm selbst. Der Seniorchef spricht von einem hohen sechsstelligen Betrag. Derweil steht die Palm-Gruppe vor weiteren hohen Investitionen: ein neues, drittes Verwaltungsgebäude am Stammsitz in Aalen-Neukochen ist in Planung. Und im Jahr 2027 soll ein zweiter Schornstein auf dem Dach der Papierfabrik gebaut werden.
Katze verfängt sich in Schlingenfalle
Eine Art Schlingenfalle ist einer Katze am Ulmer Eselsberg beinahe zum Verhängnis geworden. Laut der Polizei war der Freigänger am vergangenen Sonntag ins Haus des Besitzers zurückgekehrt – mit einem Seil um den Bauch, in dem sich die Katze verfangen hatte. Der Besitzer konnte die Katze von der Schlinge befreien, augenscheinlich blieb das Haustier unverletzt. Die Ermittler der Polizei suchen nun jedoch nach demjenigen, der die Falle ausgelegt hat. Sie hoffen, dass es Zeugen gibt, die Hinweise dazu geben können.
Viel mehr Teilzeit
Fünf Tage die Woche arbeiten, acht Stunden am Tag. Das war lange der Normalfall. Doch dieses Arbeitsmodell wandelt sich seit Jahren. 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiteten im Jahr 2025 in Teilzeit. In der Region Ulm ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in den Branchen der IHK seit 2014 um 44 Prozent gestiegen. Der stellvertretende Geschäftsführer Jonas Pürckhauer sieht dafür mehrere Gründe. Junge Eltern kehren bereits früher in den Beruf zurück – allerdings nicht Vollzeit. Auch die Zahl der Beschäftigten, die Angehörige pflegen, habe zugenommen. Ein weiterer sei die Work-Life-Balance.
Aus IHK-Sicht bewertet Pürckhauer die Entwicklung zu mehr Teilzeit nicht als „per se schlecht“. Für Mitarbeiter könne Teilzeit viele Vorteile haben. Auch die Unternehmen profitierten davon, weil sie Fachkräfte durch Teilzeitarbeit auch in der Familienphase binden können. Allerdings laufe die Entwicklung dem Fachkräftemangel entgegen. „Es ist volkswirtschaftlich erwünscht, dass Teilzeitkräfte ihren Anteil erhöhen.“
Produktivität und Zufriedenheit steigt
Oliver Stipar, Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben in Neu-Ulm, beobachtet ebenfalls einen Bewusstseinswandel bei der Arbeitszeit. „Das Interesse der Männer, nicht voll zu arbeiten, nimmt zu“, erklärt er gegenüber der „Südwest Presse“. Wenn sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhe, sei das häufig anspruchsvoll für Arbeitgeber. „Der Organisationsaufwand ist höher.“ Allerdings beobachten Unternehmen auch, dass die Produktivität steige und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufriedener seien. Der IHK-Verantwortliche kommt deshalb zum Schluss: Es ist im Interesse von Unternehmern, Teilzeit anzubieten. Sie machen mit vielfältigeren Arbeitszeitmodellen gute Erfahrungen: „Das ist die neue Normalität.“

