Es war das Messethema schlechthin: die Neuausrichtung des deutsch-französischen Projekts FCAS (Future Combat Air System) und das Ende eines gemeinsamen Kampfjets, die Bundeskanzler Friedrich Merz einen Tag vor Beginn der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) im Berlin ExpoCenter Airport verkündet hatte. Die Entscheidung betrifft auch die Rüstungsfirma Hensoldt, die ihren Hauptsitz in Taufkirchen bei München hat, und in Oberkochen und Aalen optische und optronische Geräte entwickelt und baut.
Bei Hensoldt begrüßt man einerseits die FCAS-Entscheidung, die einen monatelangen Konflikt zwischen den Flugzeugherstellern Dassault Aviation und Airbus beendet. Andererseits sei nun schnelles politisches Handeln geboten, um festzulegen, wie es weitergeht. Denn auch bei Hensoldt sind die mit FCAS zusammenhängenden Entwicklungsprojekte nur bis Ende September finanziert. Danach müsse man die Mitarbeiter in andere Unternehmensbereiche versetzen – und könne sie dann auch nicht so schnell wieder zurückholen, sagte ein Unternehmenssprecher auf der ILA. Hensoldt hat sich deshalb mit sieben anderen führenden deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen zum „Team Gen 6“ zusammengeschlossen.
