Wenn die Bachtalia alle Jahre zu ihrem großen Hofball einlädt, dann kommen die Gäste gerne und zuhauf. Längst ist der Ball zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt geworden. So war die Syrgensteiner Bachtalhalle auch dieses Jahr wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Rund 700 Gäste zählte der Verein am Samstagabend.

Der Hofball der Bachtalia 2026
Und natürlich war auch Lokal-Prominenz zugegen. Neben Hausherrin und Bürgermeisterin Mirjam Steiner war etwa auch der Landtagsabgeordnete Manuel Knoll vor Ort. Ebenso waren befreundete Faschingsvereine da, um das neue Programm zu verfolgen. Glitzer und Glamour legte sich über die Halle, denn närrische Verkleidungen sind an diesem Abend tabu, die Gäste kommen in Abendgarderobe – eine besondere Kulisse für einen Faschingsball.
Das kleine Prinzenpaar funkelt in Königsblau, das Große in Schwarz-Gold
Und geboten war natürlich wieder einiges. Der Einzug der rund 250 Aktiven nahm seine Zeit in Anspruch – begleitetet von stehendem und erwartungsvollem Publikum. Die ersten Gänsehautmomente gab es, als die Prinzenpaare den langen Gang zur Bühne entlangschritten. Zum ersten Mal konnten die Gäste einen Blick auf die Kleider und Gewänder der Tollitäten erhaschen. Die sind immer bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis.

Und als dann jeder seinen Platz eingenommen hatte, auf dem Thron, im Publikum oder hinter der Bühne, ging die närrische Reise los. Die Bachtalia zeigte ein buntes Programm mit Liebe zum Detail, Szenen zum Schmunzeln und echten Wow-Momenten.
Mini-Marienkäfer, Tanzmariechen und eine Reise ins Weltall
So zeigten etwa die Kleinsten der Bachtalia, die Tanzminis, einen zauberhaft süßen Marienkäfer-Tanz. Das kleine Prinzenpaar Lena Lukschnat und Marc Widmann funkelte in glitzerndem Königsblau und präsentierte einen wirklich schönen Prinzentanz. Die Zugabe zu „Dorfkind“ passte bei den beiden natürlich wie die Faust aufs Auge und das Publikum klatschte kräftig mit.
Der kleine Showtanz entführte ins Land der „Träume“ und lieferte mit Xavier Naidoos „Bitte hör nicht auf zu träumen“ sogar schöne Botschaften ans Publikum. Das kleine Tanzmariechen Alina machte Bogengänge und Spagatsprünge – gekonnt und routiniert. Die Kindergarde beeindruckte mit Synchronität und akkuratem Beinschlag, auch die Girlie-Garde glänzte auf der Bühne und mit dem Jugendshowtanz ging es ab ins Weltall.

Bevor das große Prinzenpaar die Bühne übernahm, zeigten die großen Tanzmariechen Julia und Sarah ihr Können. Spagatsprünge und fliegende Beine, Anmut und Eleganz sorgten für Staunen im Publikum. Da war man sich sicher: Das kann sich sehen lassen.

Und als dann das große Prinzenpaar in Schwarz-Gold gekleidet die Bühne betrat, war die Spannung groß. Gina-Marie Danner und Julian Heß verzauberten die Zuschauer – und die Prinzessin überstrahlte die Halle. Sie ist seit 16 Jahren im Verein und fest mit der Bachtalia verbunden. Da flossen dann auch Tränchen, als die Gardekolleginnen ihrer Prinzessin Rosen überreichten. Die Zugabe zur Partyversion von Whitney Houstons „I wanna dance with somebody“ hätte nicht treffender sein können, denn Prinz und Prinzessin sind auch im echten Leben ein Paar. Eine echte Lovestory also.
Prinzengarde bleibt Aushängeschild, Männerballett sorgt für Lacher
Ganz majestätisch marschierte die Prinzengarde zu Beethovens Vertonung der „Ode an die Freude“ ein und zeigte einen akkuraten und anmutenden Gardetanz. Wenn 19 Gardemädchen die Beine in die Lüfte schlagen, macht das ordentlich was her. Der Auftritt der großen Garde ist ein alljährlicher Höhepunkt, der mit reichlich Applaus belohnt wird. Die Garde ist seit Jahren Aushängeschild des Vereins – und hat sich diesen Titel auch dieses Jahr verdient.

Für Lacher sorgte wie immer das Bachtalia-Männerballett. Wenn sich Männer in Stewardessen-Kostüme zwängen und ihre Tanzpartner um den Finger wickeln, wenn fast schon komödiantischer Ausdruck auf Party-Hits trifft, ist reichlich Applaus unvermeidlich. Die Bachtalia-Männer lockern auf und sind ein echtes Muss im Programm.
Und dann war schon das Ende des Abends gekommen. Den krönenden Abschluss machte der große Showtanz der Bachtalia. Die Tänzerinnen und Tänzer nahmen das Publikum mit nach Mexiko und feierten den „Día de los Muertos“, den berühmten und traditionellen Tag der Toten. Die Showtänzer zogen das Publikum mit Ausdruck, Tanz und Hebefiguren in den Bann. Das war ein großer Abend im kleinen Bachtal. Und dafür gab es auch reichlich Applaus.

