Nachrichtenüberblick

Göppingen richtet eine Waffenverbotszone ein und Aalen will gegen häusliche Gewalt vorgehen

Was hat sich in Heidenheims Nachbarschaft noch getan? In Schwäbisch Gmünd gibt es jetzt einen Lukas-Podolski-Döner und der Nebel hat Ulm seit Wochen im Griff.

Die Zahlen sind alarmierend: In Deutschland erlebt laut Polizei-Statistik alle zwei Minuten ein Mensch Gewalt im eigenen Zuhause. Im Jahr 2024 wurden bundesweit 265.942 Betroffene registriert – ein trauriger Rekord. Im Ostalbkreis schnellen die angezeigten Fälle häuslicher Gewalt sogar um 18 Prozent nach oben, von 422 auf 498. In Aalen selbst stieg die Zahl von 79 auf 88 Betroffene. Fast 80 Prozent der Opfer sind laut der „Schwäbischen Post“ Frauen, die Täter meist Männer.

Das neue Konzept „Stop – Stadtteile ohne Partnergewalt“ soll Gewalt verhindern, bevor sie entsteht. Das Projekt setzt im Alltag an, „Stop“ soll das Thema in die Öffentlichkeit bringen – etwa bei Stadtteilfesten, Lesungen oder Haustürgesprächen. Haupt- und Ehrenamtliche sollen gezielt Schlüsselpersonen in einem Stadtviertel ansprechen – vom Kioskbesitzer bis zur Hausärztin. Ausgebildete Koordinatorinnen werden Nachbarschaftsgruppen beim Erkennen von Partnergewalt unterstützen und zeigen, wie man Betroffene anspricht und unterstützt. Außerdem sollen Wohnungsbaugesellschaften, Schulen, Polizei und soziale Dienste eingebunden werden.

Lukas-Podolski-Döner in Schwäbisch Gmünd

Döner, Kebab und selbstgebackenes Brot unter dem Namen eines Fußball-Weltmeisters: Das gibt es jetzt in Schwäbisch Gmünd. Im City-Center hat die Franchise-Kette „Mangal X LP 10“ von Lukas Podolski eröffnet. Bundesweit gibt es bereits über 40 Filialen, der Imbiss in Gmünd ist jetzt der erste im Ostalbkreis. Geschäftsführer Yilmaz Daler plant laut der „Schwäpo“ weitere Filialen in Aalen und Heidenheim. Der Fußball-Weltmeister war bei der Eröffnung am Samstag zwar nicht dabei, aber dafür waren die ersten 200 Döner kostenlos. Im neuen Imbiss haben fast alle Speisen etwas gemeinsam: Sie heißen „Poldi's“: Poldi's Pomm-Box (8,90 Euro), Poldi's Weltmeisterteller (14,50 Euro), Poldi's Falafel Sandwich (7,90 Euro) oder Poldi's Lahmacun (4,90 Euro).

Sonne ist in Ulm Mangelware

Der Nebel ist seit Wochen festes Element in Ulm, Sonne ist Mangelware, was beim einen oder anderen für gedämpfte Laune sorgt. Aber warum ist der Nebel in diesem Winter so hartnäckig? Der Nebel hat es gerne ruhig, am ausgeprägtesten ist er bei stabilem Hochdruckwetter. „Seit Mitte Oktober haben wir ausschließlich Hochdruckgebiete. In den sternenklaren Nächten kühlt die Luft in Bodennähe merklich ab, die Wärme entweicht. Die Feuchtigkeit kondensiert aus der abgekühlten Luft, es bildet sich Nebel“, sagt Roland Roth von der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried der „Südwest Presse“. Und ist der Hochnebel erst mal da, schafft es die Wintersonne meist nicht, den Boden unterhalb der Wolken zu erwärmen. Also bleibt die kalte Luft mitsamt der ganzen Feuchte in den tiefen Luftschichten gefangen. Darunter sammeln sich Aerosole und Abgase, die Luftqualität wird zunehmend schlechter.

Schließfächer für Obdachlose am Ulmer Hauptbahnhof

Kostenlose Schließfächer für Obdachlose, in denen sie ihren privaten Besitz unterbringen können, wird es bald am Ulmer Hauptbahnhof geben. Laut OB Martin Ansbacher wird mit der geplanten Anlage „ein wichtiger wie auch niederschwelliger Beitrag zur Sicherung des persönlichen Eigentums von Wohnungslosen geleistet“. Gleichzeitig könne das zu mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum beitragen. Der Stadt Ulm entstehen dadurch laut der „Südwest Presse“ keine Kosten, da für die Anlage der DRK-Bundesverband aufkommt. Finanziert wird sie komplett über Spendenmittel.

Waffenverbotszone in Göppingen

Nach Gewalttaten in der Stadt hat Göppingen eine Waffenverbotszone in der Innenstadt eingerichtet. Laut der Stadtverwaltung reagiere man damit auf jüngste Vorkommnisse mit Waffengewalt. Mitte Januar war in der Innenstadt auf eine Bäckerei geschossen worden. Zwei Verdächtige kamen in Untersuchungshaft. Wenige Wochen später hatte ein unbekannter Mann in einer Gaststätte um sich geschossen. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand. „Die Strafverfolgungsbehörden prüfen auch einen Zusammenhang zur Gewaltserie rivalisierender Banden im Großraum Stuttgart“, hatte die Ulmer Staatsanwaltschaft dazu mitgeteilt. In Baden-Württemberg gibt es schon in einer ganzen Reihe anderer Städte Waffenverbotszonen, darunter Stuttgart und Mannheim. Das Verbot von Waffen und Messern in der Göppinger Innenstadt gilt bis 30. April 2027 jeweils von 16 bis 6 Uhr.

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