Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) hat den Beginn der Bauarbeiten am zweiten Bauabschnitt der B10 bekannt gegeben. Zwischen Geislingen und Amstetten (Landkreis Göppingen) wird ab dem 7. April gearbeitet. Dafür muss die B10 ab der Einmündung zur Schimmelmühle bis zum Abzweig der K 1440 nach Wittingen ab 6 Uhr voll gesperrt werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 1. November 2026 an und betreffen auch die Geislinger Steige.

175 Jahre Geislinger Steige: Meisterwerk der Ingenieurskunst
Um die Verkehrssicherheit und Langlebigkeit der stark befahrenen Strecke zu verbessern, so das RP, lasse man wichtige Instandsetzungs- und Neubauarbeiten durchführen. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen der Neubau von zwei Stützbauwerken mit einer Gesamtlänge von circa 600 Metern und die Sanierung einer bestehenden Stützwand talseitig unterhalb der B10.
Die Baustrecke befindet sich im Wasserschutzgebiet. Daher werden die Einrichtungen zur Fahrbahnentwässerung und die Fahrzeugrückhaltesysteme an die entsprechenden Anforderungen angepasst. Erneuert werden die Schutzplanken und der Fahrbahnbelag. Aus Gründen des Arbeitsschutzes muss die B10 dafür voll gesperrt werden. Die Fahrbahnbreite reicht laut RP nicht für eine einbahnige Verkehrsführung aus.
Wie wird der Verkehr umgeleitet?
Die Umleitung verläuft über die L1230 Geislingen – Türkheim – Nellingen und weiter über die L1232 Oppingen – Reutti – Amstetten und umgekehrt. Die Umleitungsstrecken werden ausgeschildert. In Amstetten an der Einmündung in die B10 erfolgt die Verkehrsregelung durch eine Ampel. Die von Ulm kommenden Busse enden in Amstetten, wo eine Weiterfahrt mit der Bahn möglich ist. Für den ÖPNV von Geislingen kommend gibt es keine Einschränkungen.
Der Bund investiert rund 8,7 Millionen Euro in den zweiten Abschnitt. Insgesamt wird die B10 auf einer Gesamtlänge von rund drei Kilometern saniert. 2024 wurde der erste Bauabschnitt zwischen dem Ortsausgang von Geislingen und der Schimmelmühle umgesetzt sowie ein Geh- und Radweg neu gebaut.

