Ein 29-jähriger Mann aus Eritrea hat am Mittwoch mehrere Personen in einem Elektronikfachhandel in Ulm mit einem Messer angegriffen. Dabei wurden ein 25-Jähriger lebensgefährlich und ein 22-Jähriger leicht verletzt. Außerdem erlitt eine 36-jährige Frau leichte Verletzungen, als sie den Geschädigten zur Hilfe eilte. Alle drei Opfer sind laut der Polizei Mitarbeiter des Elektro-Markts in der Blaubeurer Straße.
Polizisten schossen auf den Tatverdächtigen
Der Tatverdächtige verließ anschließend das Geschäft, wurde aber kurze Zeit später in unmittelbarer Nähe durch die Polizei gestellt. Als der 29-Jährige die Polizeibeamten bei der Festnahme mit seinem Messer bedrohte und sich weigerte, es fallen zu lassen, gaben die Beamten mehrere Schüsse auf ihn ab. Der Mann wurde schwer verletzt.
Zwischenzeitlich konnte der 22-jährige leicht verletzte Mann das Krankenhaus wieder verlassen. Der 25 Jahre alte Geschädigte befindet sich weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung. Sein Zustand ist laut der Polizei noch immer kritisch. Der 29-jährige Tatverdächtige befindet sich ebenfalls in intensivmedizinischer Behandlung und ist derzeit nicht vernehmungsfähig. Gegen ihn wurde mittlerweile ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Die Motivlage ist laut der Polizei noch unklar, die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Allerdings sei der Eritreer bereits in der Vergangenheit wegen Gewaltdelikten aufgefallen. Er verbüßte bis Dezember 2025 eine Haftstrafe.
Wird essen gehen in Aalen günstiger?
Die Mehrwertsteuer in der Gastronomie wurde ab 1. Januar von 19 auf 7 Prozent gesenkt – unabhängig davon, ob man vor Ort isst oder mitnimmt. Theoretisch müsste essen gehen also günstiger werden, das erwarten laut einem Bericht der „Schwäpo“ jedenfalls viele Gäste in Aalen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Im „Rambazamba“ beschreibt Betreiber Martin Dannenmann die Steuersenkung etwa als „dringend notwendig“. Der Spielraum fließe in Rücklagen. Er knüpft die Steuerdebatte außerdem an ein Gerechtigkeitsgefühl, das in der Gastronomie verbreitet sei. Es war bisher „nicht richtig“, sagt er sinngemäß – und nennt es einen „Missstand“, dass To-go-Modelle, zum Beispiel bei großen Fast-Food-Ketten, aus seiner Sicht lange steuerlich anders behandelt wurden.
Ähnlich argumentiert Stefanie Winter, Betreiberin von „Podium“ und „Konrads“. Ihre Entscheidung ist klar: „Die Preise werden gleich bleiben.“ Der Grund sei nicht fehlender Wille, sondern betriebliche Realität: „Jeder Cent Ersparnis ist lebensnotwendig.“ Sie hat sich dennoch entschlossen, als Signal kleine Extras an ihre Gäste auszugeben: Zum Tagesessen gibt es beispielsweise einen Espresso dazu. Weitere Aktionen sollen zeitnah folgen.
Während also viele Betriebe den Effekt still in die Kalkulation einfließen lassen, macht das „Barfüßer“ in Aalen das Gegenteil – zumindest testweise. Patrick Ilg sagt, man schenke dem Gast „19 Prozent auf alle Speisen“ – zunächst versuchsweise für einen Monat. Der Vorteil liege pro Essen zwischen einem und drei Euro. Im „Barfüßer“ wird sich der Steuereffekt also tatsächlich auf der Rechnung ablesen lassen. Dabei betont Ilg, es sei von der Politik „nicht so gedacht“, dass die Steuersenkung automatisch dem Gast zugutekomme. Der Test im „Barfüßer“ solle zeigen, ob ein sichtbarer Rabatt überhaupt etwas an Gäste-Frequenz und Verhalten ändert.
Invasion der Glasflügelzikade im Landkreis Donau-Ries
Keine längere Trockenheit, keine Dürre – stattdessen meist ausreichende Niederschläge und genügend Sonnenstunden. Die Erträge der Landwirte im Landkreis Donau-Ries waren 2025 laut dem Bayerischen Bauernverband (BBV) auch insgesamt zufriedenstellend. Trotzdem gebe es genügend Herausforderungen. Eine davon ist die Glasflügelzikade, die den Landwirten laut dem BBV im vergangenen Jahr Sorge bereitete.
Das Insekt überträgt mehrere Krankheiten und die Folgen können drastisch sein: Ernteausfälle von bis zu 100 Prozent. Tatsächlich kam es 2025 auch zur Invasion des Insekts in den Landkreis Donau-Ries, wie über Klebefallen bewiesen wurde. Allerdings sei der Schaden doch nicht so groß gewesen, bilanziert ein Kreisobmann des BBV gegenüber den „Rieser Nachrichten“. Die Schädlinge blieben dennoch auch in diesem Jahr eine Herausforderung. Auch deren Entwicklung sei – wie so ziemlich alles in der Landwirtschaft – vom Wetter abhängig. Frost sei in dieser Hinsicht als positiv zu werten. Trotzdem gelte es abzuwarten, wie viele Schädlinge den Winter überleben. Die größten Sorgen bereiten dem BBV-Kreisobmann jedoch die globalen klimatischen Veränderungen. Die „Zunahme der Extreme“ sei nicht von der Hand zu weisen.

