Leserbrief

Berichterstattung über verlorene Wahl im UNO-Sicherheitsrat ist oberflächlich

Leserbrief zur Wahl für einen Sitz Deutschlands im UNO-Sicherheitsrat.

Leider ist die Berichterstattung über die verlorene Wahl für einen Sitz Deutschlands im UNO-Sicherheitsrat sehr oberflächlich und schiebt die Schuld für das Ergebnis einseitig den Herren Wadephul und Merz zu. Zwar wird stets darauf hingewiesen, dass Österreich und Portugal viel früher für sich geworben haben, aber offensichtlich wird vergessen, dass die jetzige Regierung erst seit einem Jahr im Amt ist. Die Ursachen für die getroffene Entscheidung sind daher vor dem Amtsantritt der jetzigen Regierung zu suchen. Und da gibt es Gründe genug. Hauptsächlich der missionarische Weltverbesserungsanspruch im Auswärtigen Amt unter Frau Baerbock. Zu nennen sind hier zum Beispiel das Lieferkettengesetz oder das Auftreten von Nancy Faeser bei der WM in Katar. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen – das hatten wir doch schon mal und davon haben die anderen Länder genug! Wenn man jemandem Hochnäsigkeit vorwerfen kann, dann nicht der derzeitigen Bundesregierung!
Außerdem konnten sich die beiden anderen Länder auf eine eingespielte Diplomatenvertretung verlassen, während Deutschland bei der Besetzung wichtiger Posten der Botschaften und Konsulate der Frauenquote den Vorzug vor Erfahrung und Kompetenz gab. Die woke Weltbotschaft der damaligen Außenministerin kam eben bei der Vielzahl anderer Länder nicht an. Insofern kann man Herrn Wadephul nur danken für seinen unermüdlichen Einsatz, das Unvermeidliche doch noch abzuwenden. Währenddessen trat Frau Baerbock als hochrangige UNO-Repräsentantin lieber bei Tiktok auf, um ihre eleganten Kostüme auf High Heels zu zeigen, statt ihre Nachlässigkeit als frühere Außenministerin auszubügeln. Und die deutsche Presse? Da gerade alle auf Merz und Wadephul einprügeln, ist die Entscheidung ein gefundenes Fressen.

Edgar Horny, Caieiras, Brasilien