Insiderinformation

Finanzaufsicht Bafin: Geldbußen gegen Batteriehersteller Varta festgesetzt

Der Batteriehersteller Varta ist wirtschaftlich in schwerem Fahrwasser. Nun hat die Bafin Geldbußen in Höhe von 620.000 Euro verhängt. Weswegen?

Die Finanzaufsicht Bafin hat Geldbußen in Höhe von 620.000 Euro gegen den Batteriehersteller Varta verhängt. Grund sei, dass Varta gegen die Marktmissbrauchsverordnung sowie das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, teilte die Bafin mit. Demnach hatte Varta eine Insiderinformation nicht unverzüglich bekanntgegeben und zudem den Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2024 nicht veröffentlicht. Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

Varta mit Sitz im schwäbischen Ellwangen war zuletzt in schwieriges Fahrwasser geraten. Um die Pleite zu verhindern, hatte das Unternehmen im Juli 2024 ein Sanierungsverfahren im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes angemeldet. Dieses soll kriselnden Unternehmen ein Insolvenzverfahren ersparen. In diesem Zuge wurden auch die Altaktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Die monatelange Neuaufstellung des Batterieherstellers sei abgeschlossen, hatte Varta Anfang April vergangenen Jahres mitgeteilt.

Die Gewerkschaft IG Metall arbeitet eng mit der Belegschaft des Batterieherstellers zusammen. Ein großer Einschnitt in die Unternehmenskultur soll trotz Investoreneinstieg verhindert werden.

Gewerkschaft schickt Alarmsignal: „Varta droht Zerschlagung“

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die IG Metall Ostalb und die IG Metall Heidenheim einen umgehenden Finanzierungsplan für den kriselnden Batteriehersteller Varta. Der Plan soll zwar auf Investoren zurückgreifen, das Gefüge des Unternehmens aber nicht zerstören.
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Ellwangen/Dischingen
Frage nach Finanzierung