Der Tag, an dem die Opernfestspiele ihren „Blauen Abend“ abhalten, wird heiß. Das war in den vergangenen Jahren so, darauf kann man sich verlassen. Theoretisch könnte man für diesen Tag also Grillabende planen, Nachtwanderungen, Umtrunk auf der heimischen Terrasse bis spät in die Nacht. Aber eben nur theoretisch. Praktisch ist das aber nicht durchführbar, denn: Man will ja zum „Blauen Abend“. So schnell ausverkauft wie nie war die diesjährige Ausgabe am Donnerstagabend in der Hammerschmiede Königsbronn.
Und so heiß war es auch noch nie. Und so ein heißblütiges Publikum gab es auch noch nie – fand jedenfalls Festspielintendant Marcus Bosch bereits in seiner Begrüßung. Offenbar schlugen die Vibes der Erwartung schon durch. Und mögen die Temperaturen an diesem Abend draußen auch langsam, aber sicher auf das Maß laue Sommernacht zurückgegangen sein, die Heißblütigkeit blieb konstant oben und steigerte sich sogar zum Finale zur wahren Ausgelassenheit.
