In Königsbronn nimmt die Entwicklung des neuen Quartiers „Brenzquellhöfe“ konkrete Formen an. Bürgermeister Jörg Weiler spricht von einem Projekt, das die Gemeinde in mehrfacher Hinsicht voranbringen könne: Wohnraum schaffen, gastronomische Angebote zurück in den Ort holen und den Tourismus stabilisieren. Weiler erklärt, dass der Anteil an Geschäftsreisenden wächst, weshalb neue Übernachtungsmöglichkeiten notwendig werden.

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Angesichts dessen schrieb die Gemeinde das Areal „Brenzquellhöfe“ bereits 2021 aus, den Zuschlag erhielt schlussendlich das Stuttgarter Unternehmen Godel. Die Lage an der B19, der kurze Fußweg zum Bahnhof und die Nähe zum Brenztopf sprechen für das Gelände, so Weiler. „Wir haben uns überlegt, wie man Wohnen neu und attraktiv gestalten kann.“ Geplant ist ein Quartier, das Menschen unterschiedlichen Alters zusammenführt. Zwei Drittel der Einheiten sollen bis zum Spatenstich vorvermarktet sein. Der Baubeginn ist laut Weiler nach der Sommerpause, der Abschluss bis 2028 geplant.
Hotel, Gastronomie und Markthalle als Herzstück
Ein zentraler Baustein des neuen Quartiers ist das gastronomische Konzept von Anna und Andreas Widmann. „Uns ist es wichtig, uns auch in Königsbronn zu positionieren“, betont Anna Widmann. Neben den rund 30 Wohneinheiten, von denen bereits einige verkauft sind, sollen ein Gastronomieangebot – eine Mischung aus Restaurant und kleiner Markthalle – und ein Hotel mit etwa 50 Zimmern entstehen. „Wir wollen nicht nur Bürgern und Reisenden, sondern auch Geschäftsleuten etwas bieten“, so Anna Widmann.
Gerade Radfahrer, Wanderer und Pendler sollen von dem neuen Angebot profitieren. In der Markthalle sollen regionale Produkte wie Fleisch, Eier, Gemüse, Feinkost und Erzeugnisse lokaler Produzenten erhältlich sein – ein Ort zum Einkaufen, Flanieren und Kaffeetrinken. Dass solche Formate angenommen werden, haben bereits der Pop-up-Biergarten und das Winterdorf gezeigt, so Anna Widmann. „Es ist eine perfekte Ergänzung zu unserem Stammhaus in Zang“, erklärt Andreas Widmann. Er betont, dass ihnen dennoch auch in Zukunft wichtig ist, dass ihr Betrieb in Zang absolute Priorität hat und sie sich sicher sind, dass sie mithilfe ihres Teams beide Standorte erhalten können.

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Monika Suckut, Teamleitung der Tourismusabteilung, betont den Stellenwert solcher Strukturen: „Vieles macht zu – deswegen ist es wichtig, dass es solche Angebote gibt.“ Und auch Landrat Peter Polta zeigt sich begeistert: „Ich bin gespannt drauf.“ Für Weiler ist das Vorhaben auch wichtig für einen lebendigen Ortskern: „Die Menschen sind froh, wenn es Angebote vor Ort gibt.“

