Sonntagabend. Punkt 18.35 Uhr sind die Stimmen ausgezählt, das Ergebnis steht fest: Lennart Schmeißer hat die Hermaringer Bürgermeisterwahl für sich entschieden. Und das deutlich. 73,3 Prozent der 1283 Wähler schenkten dem 25-Jährigen ihr Vertrauen. Wie weggeblasen die Gedanken, dass es bei insgesamt fünf Kandidaten eng werden könnte mit der im ersten Wahlgang erforderlichen absoluten Mehrheit. Die Hermaringer (Wahlbeteiligung: 69,2 Prozent) lassen keinen Zweifel: Der Schnaitheimer, der aktuell als persönlicher Referent des Heidenheimer Oberbürgermeisters Michael Salomo arbeitet, soll auf Rathauschef Jürgen Mailänder folgen.

Lennart Schmeißer gewinnt die Bürgermeisterwahl in Hermaringen
Auf Rang zwei der Wahl folgt Theresa Schneidermeier aus Dischingen. Auf das Konto der 25-jährigen Hauptamtsleiterin gingen 23,5 Prozent der Stimmen. Die anderen Kandidaten landeten weit abgeschlagen: Wolfgang Mäck aus Bergenweiler und Heike Sommer aus Bad Wurzach konnten 1,5 bzw. 1,2 Prozent von sich überzeugen. Für Felix Fetzer aus Burgberg endete der Wahlsonntag mit 0,5 Prozent der Stimmen.
Wahlsieger Lennart Schmeißer lobt seine Konkurrentin
Wer hätte mit einem solchen Ausgang des Abends gerechnet? Wahlsieger Lennart Schmeißer jedenfalls nicht. Wie er direkt nach der Verkündung des Wahlergebnisses im Hermaringer Rathaus gestand, hatte er nicht zu träumen gewagt, im ersten Wahlgang einen derart deutlichen Sieg nach Hause zu tragen. Seine Hauptkonkurrentin Theresa Schneidermeier, wie er ebenfalls studierte Verwaltungsfachkraft, habe er im Verlauf des Wahlkampfs als faire und sehr kompetente Konkurrentin wahrgenommen.
Ihre Fairness stellte die 25-Jährige noch vor Ort unter Beweis: Sie gratulierte ihrem Gegner zur gewonnenen Wahl. Zu den weiteren Gratulanten des frisch gewählten Hermaringer Bürgermeisters in spe zählte auch Landrat Peter Polta. In einer kurzen Ansprache bedankte sich Polta bei allen Kandidaten. Schmeißer sicherte er Unterstützung und ein stets offenes Ohr zu: „Das packen Sie!“

Glückwünsche der Bürgermeister-Kollegen
Niederstotzingens Gemeindeoberhaupt Marcus Bremer richtete als Vertreter der Bürgermeister im Landkreis Heidenheim die Glückwünsche aller Kollegen aus. Man freue sich auf die Zusammenarbeit. Persönlich gratulierten außerdem Heidenheims Bürgermeisterin Simone Maiwald, Jörg Weiler aus Königsbronn, Dirk Schabel aus Dischingen und dessen Vorgänger Alfons Jakl sowie die beiden Nattheimer Bürgermeisterkandidaten Swen Profendiener und Juliane Ulbert.
Amtsinhaber Jürgen Mailänder, der seinen Hut nach 24 Jahren im Amt nicht erneut in den Ring geworfen hatte, war freilich auch vor Ort. Er überreichte seinem Nachfolger Lennart Schmeißer einen symbolischen Staffelstab. Wie der 25-Jährige selbst konstatierte, muss er das doch unerwartet deutliche Ergebnis erst einmal sacken lassen. Etwas Zeit dafür hat er noch: Am 1. April soll er die Amtsgeschäfte von Jürgen Mailänder übernehmen.
