Mit einem derart klaren Wahlausgang hatten auch langjährige Beobachter nicht gerechnet: Lennart Schmeißer ist der neue Bürgermeister von Hermaringen, und das mit einem Ergebnis, das keine Fragen offenlässt. Sein Wahlsieg wie auch die Kreuze, die für seine Konkurrentin Theresa Schneidermeier gemacht wurden, sind auch als Beleg dafür zu sehen, dass den Wählerinnen und Wählern Fachkompetenz im Rathaus wichtig ist: Mehr als 90 Prozent der abgegebenen Stimmen wurden auf Verwaltungsfachleute vereint. Auch die hohe Wahlbeteiligung ist mehr als erfreulich.

Die Hermaringer lassen keinen Zweifel: Lennart Schmeißer gewinnt
Dass Schmeißer nun als bislang jüngster Bürgermeister überhaupt im Landkreis ins Hermaringer Rathaus einzieht, wird bald zur Randnotiz verblassen. Schmeißer selbst hatte in den vergangenen Wochen signalisiert, er wolle nicht auf sein Alter reduziert werden. Ohnehin wird selbst ein angenommener Welpenschutz für den bald frisch vereidigten Bürgermeister schnell ablaufen: Die Kommunalpolitik mag im Schatten von Bundes- und Weltpolitik stehen, die Schlagzahl in den Städten und Gemeinden ist aber nicht weniger hoch und die Herausforderungen dulden selten Aufschub.
Die Hermaringer Verwaltung wurde in den vergangenen 24 Jahren von Jürgen Mailänder routiniert und kompetent geführt. Darauf wird sein Nachfolger aufbauen können, er wird sich aber auch auf Herausforderungen einstellen müssen, die eine lahmende Konjunktur und eine krisengeschüttelte Weltpolitik bis in die Kommunen sickern lassen.

Lennart Schmeißer gewinnt die Bürgermeisterwahl in Hermaringen
Wohltuend war übrigens zu sehen, wie viel Zuspruch und Wertschätzung am Sonntagabend auch die unterlegene Theresa Schneidermeier erhielt. Aber auch sie kann das Ergebnis ihres ersten Wahlkampfs trotz anfänglicher Enttäuschung mit erhobenem Haupt verbuchen.

