Gastronomie

Warum sich die Alptekins mit dem Stadtcafé Flor in Herbrechtingen einen Traum erfüllt haben

Ayhan Alptekin und Sandra Börner-Alptekin haben in Herbrechtingen das Stadtcafé Flor eröffnet. Es soll ein Ort zum Wohlfühlen für Jung und Alt sein, in dem auch Regionalität großgeschrieben wird.

Einen Raum zum Verweilen, für Gespräche und regionalen Genuss wollten Sandra Börner-Alptekin und Ayhan Alptekin schaffen. Erst vor knapp zwei Wochen wurde das Stadtcafé Flor in der Langen Straße 51 in Herbrechtingen eröffnet und das Ziel scheint aufzugehen. Supergut werde es angenommen, sagt Ayhan Alptekin. „Unsere Gäste sind von 14 bis 80. Genau so haben wir es uns gewünscht.“

Einen gemütlichen Treffpunkt für Alt und Jung wollten die Alptekins in Herbrechtingen schaffen.

Ayhan Alptekin und Sandra Börner-Alptekin eröffnen Stadtcafé Flor in Herbrechtingen

Ayhan Alptekin und Sandra Börner-Alptekin haben in Herbrechtingen das Stadtcafé Flor eröffnet. Es soll ein Ort zum Wohlfühlen für Jung und Alt sein, in dem auch Regionalität großgeschrieben wird. Fotos von unserem Besuch:
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Herbrechtingen
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Weder Ayhan Alptekin noch seine Frau kommen aus der Gastronomie. Er ist Antriebstechniker und hat sich mit mehreren Firmen selbstständig gemacht, sie ist Betriebswirtin. Jetzt stehen beide regelmäßig hinter dem Tresen. „Ich bin Vertriebler und mit Menschen zu reden, das ist einfach genau mein Ding“, sagt der 48-Jährige. Das Stadtcafé sei eigentlich der große Traum seiner Frau gewesen. Die beiden haben zwei Töchter und gehen nach wie vor ihren Berufen nach. „Aber wir sind zu verliebt in unser Flor, als dass wir hier kürzertreten könnten.“ Allerdings habe man bereits ein tolles Team, das ihnen den Rücken freihalte.

Der Name ist Programm: Im Café Flor zieren natürlich Blumen die Wände. Foto: Rudi Penk

Geöffnet ist das Flor im Buigen-Center von 9 bis 21 Uhr, dienstags ist Ruhetag. Im Sommer soll es auch mal länger gehen und man plant eine Bestuhlung für draußen. Auch an die Kleinsten wurde gedacht: Es gibt einen Wickeltisch mit Windeln und anderen Utensilien. Außerdem ist das Café samt der Toilette barrierefrei. „Einer meiner besten Freunde sitzt im Rollstuhl, deshalb war das klar für uns“, sagt Ayhan Alptekin. „Aber wir wollten das auch für unsere älteren Gäste machen. Jeder soll sich hier wohlfühlen.“

Vor der Eröffnung des Stadtcafés hatte Alptekin in den Räumen in der Langen Straße 51 das Vertriebsbüro für sein Unternehmen 2A Drives GmbH. „Dafür habe ich mehr Platz gebraucht und so konnten wir das hier aufbauen. Die Lage in der Stadtmitte ist ja absolut super und der Laden spricht mit seinem Design für sich selbst.“

Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen

Nun gibt es im ehemaligen Büro Frühstück, wechselnde Tagesessen, Bowls und kleine Gerichte. Außerdem selbstgemachte Kuchen. Und ein paar Besonderheiten: Der Tee etwa stammt aus der Herbrechtinger Adler-Apotheke Trittler. Und es gibt hauseigenen Haselnussschnaps. „Die Nüsse wachsen im Garten meiner Oma in der Türkei und die Destillerie Brezger aus Hermaringen brennt den Schnaps mit Quellwasser aus der Region“, erklärt Alptekin. Die Blumen im Café stammen vom quasi benachbarten Samen Walter und der angebotene Kaffee wird von der Herbrechtinger Sottos Family GmbH geröstet.

Einen gemütlichen Treffpunkt für Alt und Jung wollten die Alptekins in Herbrechtingen schaffen. Foto: Rudi Penk

Regionalität ist dem gebürtigen Herbrechtinger sehr wichtig. Alptekin fühlt sich sehr verbunden mit seiner Heimatstadt. „Das ist einfach mein Zuhause. Nur einmal habe ich für ein halbes Jahr in Mergelstetten gewohnt, das war wie im Ausland und ich wollte schnell wieder zurück“, sagt er lachend. Was macht die Stadt denn so besonders? „Vor allem die Menschen. Mit dem Café möchte ich mich auch bei ihnen bedanken und ihnen etwas zurückgeben. Ich glaube, sie freuen sich über einen gemütlichen Treffpunkt.“

Die Verbundenheit mit Herbrechtingen hat Alptekin wohl von seinem Vater geerbt. Der kam 1971 aus der Türkei, arbeitete fortan in einer Textilfirma und hat die Buigen-Stadt nicht mehr für längere Zeit verlassen. „Er hat immer gesagt, wenn er sich noch einmal entscheiden müsste, würde er wieder nach Herbrechtingen kommen“, sagt Ayhan Alptekin. „Das hat mich geprägt.“