Die „Butze“ ist eine Herbrechtinger Institution, seit fast 60 Jahren gibt es die Gaststätte samt Minigolf-Anlage im Stadtgarten. Umso trauriger waren insbesondere die treuen Stammgäste, als Pächter Edin Jerkovic nach sieben Jahren im vergangenen August die Türen schloss. Die traurige Zeit ist allerdings schon wieder vorbei. Seit Ende Oktober hat die „Butze“ mit Muazzez und Ahmet Manap neue Pächter.
Und die beiden haben alle Hände voll zu tun. Biergarten und Minigolf-Anlage werden im Winter zwar nicht genutzt, aber die „Butze“ hat sieben Tage in der Woche von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Die Arbeit in der Küche und den Service teilen sich das Ehepaar Manap. „Das ist schon wahnsinnig viel, aber wir trauen uns nicht, auch nur einen Tag zu schließen“, sagt Muazzez Manap. „Wir wollen unsere Gäste nicht enttäuschen.“
Sieben Tage in der Woche geöffnet
Und damit meint die Wirtin nicht nur die alteingesessenen Stammgäste, die sich in der „Butze“ ihr frisches Bier zapfen lassen, sondern auch die Schüler, die nach dem Unterricht auf einen Burger mit Pommes vorbeikommen. Einen Mitarbeiter habe man in der Küche, der einspringe, wenn Not am Mann ist und etwa Geburtstags- oder Firmenfeiern stattfinden, sagt Muazzez Manap. „Im Moment reicht das meistens oder es geht zu zweit, aber im Sommer werden wir uns weitere Hilfe holen müssen.“ Jedenfalls sei man sehr zufrieden und glücklich.
Zufrieden mit dem Geschäft und glücklich auch, weil das Ehepaar Manap schon vor Jahren ein Auge auf die „Butze“ geworfen hatte. Mit ihren sechs Kindern waren sie früher selbst oft zum Minigolfen hier. „Außerdem ist die Lage toll und Herbrechtingen unser Zuhause“, sagt Muazzez Manap. Vor der „Butze“ bewirtschaftete das Ehepaar viele Jahre den Döner-Imbiss in der Anhauser Straße in Herbrechtingen und im Anschluss eine Pizzeria in den Schloss-Arkaden. Als sich Edin Jerkovic aber im vergangenen Jahr von der „Butze“ trennen wollte, schlugen die Manaps gleich zu.
Neue Küche, neue Farben
Vor der Neueröffnung haben Familie und Freunde aber erst noch ordentlich rangeklotzt. Die Küche wurde komplett renoviert, eine neue Lüftungsanlage installiert, der ehemalige Raucher- und Darts-Bereich an der Theke wurde umgestaltet, die Wände frisch gestrichen, Boden neu verlegt und die Tische umgestellt. „Früher wirkte es hier eher dunkel, grau und klein, jetzt ist es hell, gemütlich, aber auch elegant“, sagt Muazzez Manap nicht ohne Stolz. „Die Stammgäste und unsere neuen Gäste fühlen sich wohl und sagen das auch.“
Aber damit ist die Renovierung noch nicht beendet. Im Frühjahr soll die Minigolf-Anlage auf Vordermann gebracht werden. „Nach so vielen Jahren sind einige Bahnen uneben“, weiß Muazzez Manap. „Die Leute spielen zwar trotzdem, aber wir werden das vor der kommenden Minigolf-Saison trotzdem in Angriff nehmen.“
Verändert hat sich auch die Speisekarte. Heute gibt es in der „Butze“ Dönergerichte und Gegrilltes, Pizza und Pasta, Burger und Fingerfood, aber auch Spätzle und Schnitzel. „Ein Querschnitt aus allen Ländern, damit jeder etwas findet und satt wird“, sagt Muazzez Manap.

