Richtfest

So laufen die Arbeiten auf Herbrechtingens Großbaustelle auf dem Bibriscampus

Am Freitag wurde das Richtfest der neuen Grundschule in Herbrechtingen gefeiert. Die Baustelle liegt voll im Zeitplan – und schon im September soll hier der Unterricht stattfinden.

67 lange Jahre stand das alte Grundschulgebäude auf dem Schulgelände in Herbrechtingen. Und nicht weniger als 14.000 Kinder hatten in dieser langen Zeit darin Unterricht. „Das sind mehr als Herbrechtingen Einwohner hat“, sagte Bürgermeister Daniel Vogt am Freitag beim Richtfest der neuen Grundschule. Da staunten die anwesenden Kinder nicht schlecht. Noch mehr aber über die weiteren Zahlen, die der Bürgermeister parat hatte: 3000 Quadratmeter Fläche wird man in Zukunft zur Verfügung haben und damit mehr als doppelt so viel wie im alten Gebäude. Zur Verdeutlichung: Das große Becken im Jurawell würde dreimal in die neue Schule passen.

Mit dem Gymnasium geht es weiter

Viele helle, schöne und große Räume zum Lernen und Freundschaften schließen versprach Vogt den Grundschülern und verblüffte sie wohl aufs Neue mit der Aussage, dass er hoffe, dass auch ihre eigenen Kinder hier noch zur Schule gehen werden. Schließlich ist das Großprojekt eines für die Zukunft. Wenn die Grundschule samt Hort im September ihrer Bestimmung übergeben wird, wird gleich mit der Sanierung des Gymnasiums begonnen.

Schon jetzt geht es auf der Baustelle Schlag auf Schlag. Erst im September hatte der symbolische Spatenstich für die Grundschule stattgefunden. Jetzt steht das zweigeschossige Gebäude, das Dach ist drauf und der Innenausbau hat begonnen. In nur knapp zwei Monaten wurde der Rohbau fertiggestellt – ein klarer Vorteil der Holzbauweise.

Mehr als zehn Jahre der Planung

Und in dieser Geschwindigkeit muss es auch weitergehen. Dass dem so sein wird, davon sind alle Beteiligten überzeugt. Denn: „Trotz Regen, Schnee und Kälte sind wir voll im Zeitplan“, freute sich Vogt. Das liege natürlich vor allem an den fleißigen Handwerkern, die bei Minustemperaturen auf der Baustelle ihr Bestes geben. „Entscheiden ist das eine, aber Machen das andere.“ Denn so schnell der Bau jetzt vorangeht, so lange hat man mit der Planung verbracht. Mehr als zehn Jahre hat das Projekt den Gemeinderat beschäftigt, erinnerte Vogt die Anwesenden.

Eine so große Baustelle verursacht natürlich auch Ungemach. „Vor allem die Rammpfähle haben einen Mordslärm gemacht“, sagte Vogt. „Bis ins Eselsburger Tal hat man das gehört und gespürt, aber niemand hat sich bei mir beschwert.“ Er dankte den Eltern, Lehrkräften und Anwohnern für ihr Verständnis und fügte an: „Baulärm ist Zukunftsmusik, das muss man hier einfach so sehen.“

Beim traditionellen Richtspruch der Zimmermänner gab es ein dreifaches Hoch auf die Bauherren, die Baugesellen und die Kinder, die sich dafür gesanglich mit „wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zur Bibrisschule gehen“ revanchierten.

Mehr als 14 Millionen Euro wird der Neubau der Grundschule kosten – und das ist erst der Anfang: Die komplette Umgestaltung des Bibriscampus zum Bildungszentrum der Stadt Herbrechtingen wird bis 2031 rund 45 Millionen Euro verschlingen.