Die aktuelle Debatte über die Abschaffung des Ehegattensplittings und die Einschränkung der beitragsfreien Mitversicherung geht an der Lebensrealität vieler Familien vorbei. Oft wird das Bild der „reichen Zahnarztgattin“ bemüht, doch die Wirklichkeit sieht anders aus.

Debatte um Abschaffung des Ehegattensplittings: Darum geht's
Die aktuelle Debatte über die Abschaffung des Ehegattensplittings und die Einschränkung der beitragsfreien Mitversicherung geht an der Lebensrealität vieler Familien vorbei. In einer Familie mit fünf Kindern, wie der meinen, ist die Entscheidung, dass ein Partner zu Hause bleibt, kein Luxus, sondern eine logistische Notwendigkeit. Wir ziehen die Beitragszahler von morgen groß. Wenn nun Instrumente wegfallen, welche die gegenseitige Verantwortung in der Ehe und die erbrachte Erziehungsleistung berücksichtigen, trifft das genau jene, die ohnehin schon die größte Last für die Zukunft unserer Gesellschaft tragen.
Es ist Zeit, dass die Politik aufhört, Lebensmodelle gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen eine Anerkennung der Vielfalt von Lebensentwürfen – und dazu gehört auch die Unterstützung für Familien, in denen Erwerbsarbeit zugunsten der Kindererziehung eingeschränkt wird.
Achim Günther, Herbrechtingen
