Es sieht ein wenig nach Regen aus an diesem Montag um kurz nach 14 Uhr im Eselsburger Tal. Aber er wird nicht kommen. Genauso wie er seit Anfang Juni hier unten nicht mehr gekommen ist. Die Erde ist trocken und staubig, auf den Wiesen wächst so gut wie gar nichts mehr. Und entsprechend groß sind die Sorgen auf dem Hof des Biotals Eselsburg.
Wobei: Eigentlich, so muss man sagen, sind Tabea und Christoph Bosch, die den Biotal-Hof betreiben, noch relativ gut dran: Sie haben noch Futtervorräte für ihre Rinder. Andere Landwirte haben diese nicht mehr. „Fast täglich bekommen wir gerade Anrufe, ob wir noch Vorräte abzugeben haben“, sagt Tabea Bosch. Haben sie nicht. Das am Telefon sagen zu müssen, tut ihnen leid. „Aber was sollen wir machen?“, fragt Christoph Bosch. Sie müssen nach sich selbst, ihren Tieren und den rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schauen, für die sie die Verantwortung tragen.
