Im Land der „Teranga“

Zwischen Schwaben und Senegal: Wie die Heidenheimerin Martina Zimmermann in ihrem Buch mit Klischees über Afrika aufräumt

Die Heidenheimerin Martina Zimmermann porträtiert in ihrem Buch „Inside Senegal – Nahaufnahmen im Land der Teranga“ Menschen, Kultur und Alltag in dem westafrikanischen Staat. Das hat auch mit ihrer persönlichen Geschichte zu tun.

Dass sie einmal ein Buch über Senegal schreiben würde, war Martina Zimmermann nicht in die Wiege gelegt. Die heute 66-Jährige wuchs im Heidenheimer Stadtteil Oggenhausen auf, besuchte das Schiller-Gymnasium in Heidenheim und studierte später Kommunikationswissenschaften in München. Ein Auslandsjahr in Paris weckte früh ihre Begeisterung für Frankreich und die französische Sprache.

Nach Stationen beim öffentlichen und privaten Rundfunk führte sie ihr beruflicher Weg schließlich wieder nach Frankreich. Über ein Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung wurde sie Ende der 1980er-Jahre Korrespondentin in Paris. Dort berichtete sie für deutsche Medien über Frankreich und die frankophone Welt. „Alles, was französisch war, kam irgendwann auf meinem Schreibtisch an“, erinnert sie sich.