Die sogenannte Zeit zwischen den Jahren ist von einem stetigen Zustand der latenten Verwirrung geprägt: Welchen Tag haben wir heute nochmal? Der Blick in der Zeit nach Neujahr ist ein nur unwesentlich geschärfter: Sagt man jetzt noch „Frohes Neues“, oder ist es schon zu spät? Nun, Mitte Januar, wird das Bild endlich klarer: Ein neues Jahr ist angebrochen, und dazu noch eines, das mit einem großen Päckchen voller Kultur ankommt. Ein Päckchen, das sich mal wieder äußerst großzügig am Genrebüffet bedient. Neben Musik jeglicher Art wird auch heuer wieder Theater gespielt, Kabarett präsentiert, es wird getanzt, es wird gesungen und es wird gedichtet.
Angesichts der Fülle des Angebots soll der folgende Überblick über das erste Kulturhalbjahr 2026 in Heidenheim daher nur ein vorausgewählter sein, der keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit besitzt.
Klassik und Wortkunst im Januar
Mit dem Neujahrskonzert der Opernfestspiele am vergangenen Wochenende ist der erste große Programmpunkt des Jahres bereits abgevespert. Die nächste Dosis Klassik kann man sich bereits kommende Woche am 22. Januar einverleiben, wenn das Meisterkonzert unter dem Titel „Tag und Nacht“ in die Waldorfschule kommt. Wem der Sinn eher nach Wortkunst steht, wird wohl bei Fee Brembeck auf seine Kosten kommen. Am 29. Januar präsentiert die Kabarettistin und Poetry-Slammerin ihr Programm „Komm du erst mal aus meinem Alter!“ im Lokschuppen.
Poetry-Slam und Theater im Februar
Drei Künstlerinnen, drei Etagen, drei Perspektiven: Die Ausstellung „Flow“, die im Kunstmuseum seit Oktober zu sehen ist, kann noch bis 15. Februar betrachtet werden, ehe sie der nächsten Ausstellung Platz macht. Noch davor, am 4. Februar, steht der Lokschuppen einmal mehr im Zeichen des Poetry-Slams, bei dem Kult-Moderator Johannes Elster durch den Abend führen wird.
Weiter geht’s am 11. Februar, wenn ein Pechvogel versucht, einen von ihm selbst beauftragten Auftragskiller zu stornieren. „I Hired a Contract Killer“ findet im Rahmen des Theaterrings im Konzerthaus statt. Und im Lokschuppen fährt auch im Februar die Kulturschiene ein, wenn der Liedermacher Falk am 27. Februar sein Programm „Unverschämt“ präsentiert.
Der März: Zauberspiel und Celtic Folk
Ein Zauberspiel mit Musik in drei Aufzügen nach einem Text von Georg von Hofmann ertönt mit „Die Zauberharfe“ am 7. März – das Werk ersetzt zumindest vorübergehend das Winterballett, mit dem die Opernfestspiele in den vergangenen Jahren im März aufgewartet hatten. Nur einen Tag später, am 8. März, wird im Kunstmuseum die neue Ausstellung „Deutsch!“ eröffnet, die sich mit der Frage beschäftigt, was typisch deutsch ist und ob es das überhaupt gibt.
Dieser Monat bringt darüber hinaus die Celtic-Folk-Musiker von „Cara“ in den Lokschuppen (18. März), außerdem das Stück „Eine Sommernacht“ ins Konzerthaus (26. März). Auf Einladung des Kunstmuseums entwickelt die Künstlerin Zohar Fraiman zudem mit der Ausstellung „Travelling without Moving“ einen Dialog zwischen eigenen Werken und Arbeiten Pablo Picassos aus der Sammlung des Museums. Eröffnet wird dieser am 29. März.
Routinierte Reihen im April
Wen es im Monat April nach einer oder mehreren der drei regelmäßigen, städtischen Veranstaltungsreihen dürstet, wird entsprechend bedient. Die Kulturschiene? Bringt am 15. April Schwester Cordula und das Thema Heimatromane mit. Die Meisterkonzerte? Zeigen am 17. April ein „Aufbegehren“. Der Theaterring? Taucht gleich doppelt auf, nämlich am 23. April mit „Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen“ und am 29. April mit „All das Schöne“.
Der Mai: „Kultur-Laster“ und gute Fragen
Zwei Schlauberger und Vollblutoptimisten unter sich, das sind Wigald Boning und Bernhard Hoecker. Am 7. Mai heißt es bei den beiden „Gute Frage!“, gestellt werden diese und weitere im Konzerthaus. „Schubert zum Zweiten“ erklingt dann am 16. Mai als Sinfoniekonzert im Festspielhaus. Im Kalender markieren kann man sich außerdem schon mal den 30. Mai. Denn dann fährt der „Kultur-Laster“ in Heidenheim vor, wenn „Kultur in der City“ einmal mehr die Innenstadt beleben möchte.
Kulturelle Schwergewichte im Juni
Einer der sicherlich am engsten getakteten Kulturmonate des Jahres ist bekanntermaßen der Juni. Den Startschuss in den Festspielsommer markiert die „Late Night“ der Opernfestspiele am 6. Juni. Freilich ist es damit noch lange nicht getan, so zeigen sich die Festspiele im Juni unter anderem in Form des Eröffnungskonzerts (12. Juni), der Jazzgala (14. Juni), des „Blauen Abends“ (23. Juni) sowie der Jungen Oper, welche 2026 „Holle!“ präsentiert (ab 25. Juni).
Mit dem Naturtheater hebt ein weiteres kulturelles Schwergewicht sein Haupt. Das Kinderstück „Vorstadtkrokodile“ sowie das Erwachsenenstück „Good Bye, Lenin!“ stehen respektive ab 20. und 26. Juni auf dem Programm der Freilichtbühne.
Der Juli im Zeichen der Opernfestspiele
Die beiden Flaggschiffe der Opernfestspiele, die Opernpremieren, gibt es schließlich im Monat Juli zu sehen – in diesem Jahr beide aus der Feder Giuseppe Verdis. Das Dramma lirico „Otello“ präsentiert sich ab 3. Juli, das Melodramma „Macbeth“ wird am 16. und 18. Juli aufgeführt. Ihren Abschluss finden die Festspiele mit der „Last Night“ am 23. sowie der „(Last) Last Night“ am 26. Juli.
Abseits der großen Opernbühne bietet dieser Monat darüber hinaus die „Musical Night“ des Naturtheaters (14. Juli) und – ebenfalls im Naturtheater – einen weiteren Poetry-Slam (28. Juli).

Neues Jahr, neue Termine: Welche großen Veranstaltungen in Heidenheim 2026 stattfinden
Tickets gibt’s im Pressehaus
Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen in Stadt und Landkreis Heidenheim sind unter anderem im Ticketshop des Pressehauses sowie unter hz-ticketshop.de erhältlich.

