Was ist los in unserer Stadt? Obwohl auch die letzten Wahlen gezeigt haben, dass die Mehrheit der Heidenheimer die AfD ablehnt, wird unser schönes CC nach all den Querelen der letzten dort abgehaltenen AfD-Tagungen erneut an diese Partei vermietet, und – viel schlimmer noch – dafür der seit Langem geplante Schlossberg-Erlebnistag geopfert.
Für mich sind es fadenscheinige Ausreden des Geschäftsführers der unter Aufsicht unseres OB stehenden städtischen Congress & Event Heidenheim GmbH, er hätte zum Zeitpunkt der erst vor wenigen Wochen erfolgten Vermietung an die AfD nichts von dem geplanten Schlossberg-Tag wissen können. Weiß in Heidenheim eine städtische Einrichtung nicht mehr, was eine andere plant? Wird nichts mehr miteinander abgestimmt? Und im Nachhinein sei da leider nichts mehr zu ändern? Sorry, da bleibt für viele Mitbürger ein Gschmäckle.
Wenn wir so weiterwurschteln, wird sich diese rechtspopulistische Partei immer öfter bei uns einnisten, wo unser CC doch jederzeit so unkompliziert zu haben ist. Diesmal, wo wir die Anfrage der AfD sogar rechtlich fundiert hätten ablehnen können, lassen wir lieber ein für unsere Stadt so wichtiges Event platzen. Kann denn ein Geschäftsführer einer städtischen GmbH vom Aufsichtsratsvorsitzenden, einem SPD-Oberbürgermeister, bei einem solchen Missgriff nicht in die Schranken verwiesen werden? Gerade die SPD lehnt doch offiziell das undemokratische Verhalten der AfD ab.
Mir bleibt nur der Appell an alle Verantwortlichen, auch an die Stadträte, dass dieses Missverhalten Konsequenzen haben muss: Vertrag mit der AfD sofort stornieren, auch wenn dies unter Umständen rechtliche Auseinandersetzungen zur Folge haben sollte; den Schlossbergtag stattfinden lassen; geeignete Maßnahmen gegenüber Herrn Becker ergreifen, damit solches Fehlverhalten künftig ausgeschlossen wird. Nur so könnte das Vertrauen in die Verwaltung und in den Gemeinderat unserer Stadt wiederhergestellt werden.
Bernd Befeld, Heidenheim
