Noch immer treibt die Heidenheimer Händler ein Thema ganz besonders um: Wie lässt sich das Marketing für die Stadt, aber auch die Händler, verbessern? Wie kann es gelingen, die Stadt Heidenheim wieder voranzubringen, sie attraktiver für Besucher zu machen? Schon im Frühsommer vergangenen Jahres machte der Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsverein (HDH) einmal mehr darauf aufmerksam, dass ein City-Manager, wie es ihn in anderen Städten gibt, dringend vonnöten ist. Angesichts dessen, was in der Stadt angeboten und bisher in erster Linie ehrenamtlich von Mitgliedern des HDH veranstaltet wird, fand dessen Vorsitzender Charles Simon im Juni deutliche Worte: „Wir machen das alles gerne, aber so geht es nicht weiter, wir müssen andere Lösungen finden.“ Und weiter: „Wir brauchen ein professionelles City-Management, also jemanden, der sich hauptberuflich darum und um nichts anderes kümmert“, so Simon.

Warum die Heidenheimer Händler mehr Unterstützung von der Stadt wollen
Eine solche Person wurde dann auch von der Stadtverwaltung eingestellt, als „Beauftragter für das integrierte Innenstadt-Management“. Der neue Mitarbeiter sollte sich für die Belebung der Innenstadt einsetzen, Ideen und Konzepte für Veranstaltungen entwickeln und die Beziehungen mit dem Heidenheimer Handel verbessern und pflegen. Doch er wurde nach Ende der Probezeit nicht weiterbeschäftigt und die Händler fühlten sich wieder alleingelassen.
Hoffnungsschimmer für den Handel
Im Oktober 2025 dann ein neuer Hoffnungsschimmer: Oberbürgermeister Michael Salomo schlug dem HDH vor, bei der Suche nach einem professionellen City-Management mit einer Agentur namens Cima zusammenzuarbeiten. Dieses Beratungsunternehmen war in der Vergangenheit schon öfter für die Stadt tätig, etwa wenn es um die Verbesserung der Attraktivität der Innenstadt ging. Der Kontakt zur Cima besteht Simon zufolge auch weiterhin, erst vor wenigen Tagen habe es mit der Agentur, der Verwaltung und dem Handel einen wichtigen Austausch über die Zukunft des City-Managements gegeben. Dabei sei es auch darum gegangen, wie es aufgestellt und wo es angesiedelt sein könnte.

Warum Heidenheims Händler weiter auf einen Citymanager hoffen
Vonseiten der Stadtverwaltung bestätigt Pressesprecher Ingmar Volkmann, dass im Rahmen des „Bundesförderprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ eine mögliche Neuausrichtung der Stelle des City-Managers in anderer Struktur geprüft wird: „Diese Struktur wird mit dem HDH und der Cima weiter ausgearbeitet.“ Ziel sei eine zukunftssichere Ausgestaltung der Stelle. Doch bis es hier Ergebnisse gibt, kann es dauern. So hatte Simon im Frühjahr 2025 auch gesagt, dass er hoffe, dass bis in drei Jahren eine vernünftige Lösung gefunden wird, die den Vorstand des HDH entlastet.
Dass die Zeit drängt und jeder verlorene Monat kostbar ist, scheint man auch bei der Stadtverwaltung erkannt zu haben. Denn wie Volkmann erläutert, suche man auch nach kurzfristigen Lösungen: „Gleichzeitig soll ein Interimsmanagement durch eine erfahrene Agentur ausgeschrieben werden, damit dieses wichtige Thema nicht zu lange brachliegt. Das Thema wird in absehbarer Zeit im Gemeinderat behandelt“, so der Pressesprecher.
Derweil muss die Vermarktung der Innenstadt natürlich weitergehen und bis keine professionelle Lösung gefunden ist, wird das weiter der HDH übernehmen. Der hat sich auch schon Gedanken übers Jahresprogramm gemacht, zu dem neben Standardveranstaltungen wie den langen Einkaufsnächten, unterschiedlichen Rabattaktionen und den verkaufsoffenen Sonntagen nebst dazugehörigen Events in diesem Jahr auch etwas Neues hinzukommt: Mit den „Heidenheimer Fashion Days“ will die Händlervereinigung den Frühling begrüßen – zumindest modisch. Von Donnerstag, 19. März, bis zum Samstag, 21. März, soll es in zahlreichen Geschäften in der Innenstadt unter anderem Modeschauen geben, in denen die Trends der Saison gezeigt werden. Darüber hinaus sollen die Besucher auch frische Impulse aus den Bereichen Schönheit, Lifestyle und Gastronomie entdecken können.
Bisher keine Sommer-Aktion
Eine sommerliche Aktion hat der HDH in diesem Jahr bisher nicht geplant. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Events wie den Bau großer Sandburgen in der Innenstadt gegeben. „Aktuell schaffen wir es nicht, uns auch noch spontan um so etwas zu kümmern. Aber vielleicht fällt uns spontan noch etwas ein“, so der HDH-Vorsitzende Charles Simon.
