Diamantene Hochzeit

Wie die beeindruckende Liebesgeschichte des Ehepaars Bürger seit 60 Jahren anhält

Das Ehepaar Bürger aus Heidenheim gab sich vor 60 Jahren das Jawort. Im familiären Kreis feierten sie nun ihre diamantene Hochzeit und blicken zurück auf eine Liebesgeschichte, die auf einem Ball begann.

„Wirklich wunderschön“, das sagt das Ehepaar Bürger nach seiner Feier im familiären Kreis anlässlich der diamantenen Hochzeit. Margita Bürger und ihr Ehemann Eberhard gaben sich am 6. März 1964 das Jawort und sind heute noch voller Euphorie, wenn sie über ihre weiße Hochzeit reden. Aber auch ihre diamantene Hochzeit 60 Jahre später wird dem Paar noch lange in Erinnerung bleiben.

Angefangen hat alles auf einem Ball

Kennengelernt haben sich Margita und Eberhard Bürger auf einem Ball nach dem Kinderfest in Königsbronn. Doch wie kam es dazu? Margita ist gebürtige Königsbronnerin. Ehemann Eberhard kam mit zwei Jahren mit seiner Familie aus Schlesien nach Heidenheim. Erinnern an ihre Kindheit können sich die beiden nur kaum. Dass Eberhard am Juniabend nach dem Königsbronner Kinderfest überhaupt in die Hammerschmiede zum Ball kam, war nur ein Zufall: Ein damaliger Freund namens Frieder musste nach Königsbronn gefahren werden. Das war Eberhards großer Auftritt. Beim Ball war auch Margita anwesend. Sie saß mit der Freundin von Kumpel Frieder an einem Tisch. „Du Margita, der Freund von meinem Frieder möchte gerne mal mit dir tanzen“, sagte die Freundin zur damals 21-jährigen Margita.

„Dann soll er halt herkommen“, war Margitas Antwort. Der nächste Tanz gehörte dann den beiden. „Als er mich dann mit seinen blauen Augen ansah, war es um mich geschehen“, sagt die heute 81-jährige Margita und schaut ihren Eberhard verliebt an. Im Herbst desselben Jahres folgte die Verlobung, ehe das Paar sich am 6. März 1964 das Jawort gab.

Erste Probe für das junge Paar

Im Juni 1964 kam das erste von drei Kindern der Bürgers auf die Welt. Als dieses gerade einmal ein Jahr alt war, wurde Eberhard zur Bundeswehr eingezogen und musste eineinhalb Jahre dienen. „Das war eine schlimme Zeit für uns“, sagt Margita. In dieser Zeit sahen sie sich kaum. Nach der Rückkehr von Eberhard zog das Ehepaar nach Heidenheim und bekam zwei weitere Kinder. Eberhard arbeitete 49 Jahre lang bei Voith, Margita 34 Jahre bei der AOK. Ihren Ruhestand verbringen sie in ruhiger Manier am liebsten in ihrem Haus: er mit seiner beeindruckenden Modelleisenbahn, sie im Garten. Viel Zeit verbringen sie auch gerne mit ihren sieben Enkeln und einer Urenkelin.

Man sollte nie im Streit ins Bett.

Margita Bürger

Auf die Frage hin, was das Geheimnis einer so langen und glücklichen Ehe sei, antworten beide im Einklang: „Vertrauen und Sachen ausdiskutieren“. „Ich habe von meiner Mutter gelehrt bekommen: Man soll niemals im Streit ins Bett“, sagt Margita Bürger. Mit dieser Einstellung ging das Paar durch die letzten 60 Jahre, auch in schlechten Zeiten.

Eine familiäre Feier mit Hingucker

Am Wochenende nach ihrem Hochzeitstag wurde im kleineren Kreis gefeiert. Kinder, Enkel, Urenkel, Neffen und Nichten waren in ein griechisches Restaurant geladen und feierten die lange Liebesgeschichte von Margita und Eberhard Bürger. Das große Highlight: ein langsamer Walzer mitten im Restaurant zu Eberhards Lieblingslied. Dazu sangen noch alle Gäste mit. „Daran werden wir uns noch ganz lange erinnern“, sagt Eberhard voller Stolz.

undefinedundefined