„Die Zukunft der Malerei“ beim Kunstverein

Kunst aus Kinderhand: So reagieren Besucher auf die aktuelle Ausstellung im Heidenheimer Türmle

Das gab’s dort noch nie: Die aktuelle Ausstellung „Die Zukunft der Malerei“ des Heidenheimer Kunstvereins zeigt ausschließlich Werke von Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren. Der Vorsitzende Rainer Jooß zeigt sich begeistert.

Wie viele Künstlerinnen und Künstler zwischen zwei und sechs Jahren können von sich behaupten, schon einmal eine Ausstellung bespielt zu haben? In Heidenheim – so einige! Die aktuelle Schau „Die Zukunft der Malerei“ des Kunstvereins setzt nämlich ganz und gar auf den Nachwuchs. Alle gezeigten Werke, 150 an der Zahl, stammen aus Kinderhand.

Lediglich drei Wochen lang sind diese im Türmle zu sehen. Ein verhältnismäßig kurzer Zeitraum, der die Begeisterung des Kunstvereinsvorsitzenden Rainer Jooß jedoch keinesfalls schmälert: „Ich halte das für eine sensationelle Zusammenstellung, zu der ich nach wie vor stehe.“

Der Vorsitzende des Kunstvereins, Rainer Jooß, hier bei der Vernissage im Türmle.
Der Vorsitzende des Kunstvereins, Rainer Jooß, hier bei der Vernissage im Türmle. Foto: Rudi Penk

Diese Meinung scheinen die Besucherinnen und Besucher des Türmles – zumindest überwiegend – zu teilen. Sie seien, so Jooß, „total begeistert von der Idee“, jungen Malerinnen und Malern diesen Raum zur Verfügung zu stellen. Selten hätten jenseits der Vernissagen so viele Interessierte eine Ausstellung des Kunstvereins besucht wie bei dieser Schau. Namen wie Kandinsky, Hann Trier, Asger Jorn, Ad Reinhard oder Jean Dubuffet seien den gut unterrichteten erwachsenen Besuchern dabei durch den Kopf gegangen.

„Für Menschen mit Kunsthintergrund ist diese Ausstellung ein wahrer Schatz an Inspiration“, ist sich der Vorsitzende sicher. Wohlwissend, dass bei den ausgestellten Werken im Einzelfall Kunst zwar entstehe, die Kinder oftmals aber nicht mit der Intention ans leere Blatt getreten seien, nun Kunst zu schaffen.

Finissage am Ostermontag im Türmle

Bei so vielen Worten des Lobes stellt sich natürlich die Frage: Warum ist die Schau denn nur drei Wochen zu sehen? Ganz einfach, aus organisatorischen Gründen. Denn das Türmle ist bereits fest für die nächsten Ausstellungen des Kunstvereins reserviert. Anlässlich des Lichtkunstfestivals auf Schloss Hellenstein, welches am 24. April angeknipst wird, soll es zudem einen „Aperitif“ im Türmle, sozusagen als Einstimmung, geben.

Zu sehen ist „Die Zukunft der Malerei“ noch bis Ostermontag, 6. April. An diesem Tag findet ab 11 Uhr zudem die Finissage statt. Mit Künstlergespräch und Eiersuche.

Alle im Türmle gezeigten Werke stammen aus Kinderhand. Die Künstler sind zwischen zwei und sechs Jahre alt.

Warum die aktuelle Ausstellung im Heidenheimer Türmle voll positiver Energie ist

Die Ausstellung „Die Zukunft der Malerei“ im Türmle zeigt ausschließlich Werke von Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren. Am Freitag wurde sie eröffnet.
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