Störung im Zugverkehr

Defekte Weiche bremst Brenzbahn aus: massive Verspätungen und Zugausfälle am Montagmorgen

Auf der Bahnstrecke zwischen Aalen und Ulm kam es am Montagmorgen zu erheblichen Beeinträchtigungen. Eine kurzfristige Reparatur an einer Weiche zwischen Giengen und Heidenheim legte den Zugverkehr zeitweise lahm. Während die Bahn auf Instandhaltungsmaßnahmen verweist, kritisieren Fahrgäste die mangelhafte Informationspolitik.

Wer am Montagmorgen mit der Brenzbahn reisen wollte, benötigte viel Geduld oder alternative Reisemöglichkeiten. Eine defekte Weiche im Abschnitt zwischen Giengen und Heidenheim erforderte eine kurzfristige Reparatur, die eine zeitweise Sperrung der Strecke nach sich zog, so die Auskunft eines Bahnsprechers auf HZ-Nachfrage.

Die Auswirkungen der Sperrung bekamen die Pendler unmittelbar zu spüren. Berichte von Betroffenen zeichnen ein Bild von unklaren Informationen und abgebrochenen Fahrten. So endete die Fahrt für Reisende aus Richtung Ulm teilweise vorzeitig in Hermaringen. Dort wurden Fahrgäste dazu aufgefordert, sich eigenständig über die Weiterreise in Richtung Aalen zu informieren. Da kein Schienenersatzverkehr zur Verfügung stand, sahen sich Reisende gezwungen, die Fahrt abzubrechen und umzukehren.

Auch an anderen Bahnhöfen wie in Heidenheim, Königsbronn oder Oberkochen kam es zu Problemen. Fahrgäste berichteten von Verspätungsanzeigen zwischen 50 und 80 Minuten sowie lückenhaften Informationen über alternative Reisemöglichkeiten. Ein Schienenersatzverkehr war dort ebenfalls nicht flächendeckend eingerichtet; lediglich aus Giengen wurde berichtet, dass Linienbusse als Ersatz genutzt werden konnten.

Stellungnahme der Deutschen Bahn

Wie ein Bahnsprecher auf Nachfrage mitteilte, waren die Reparaturarbeiten vor der Mittagszeit abgeschlossen und die Strecke wieder freigegeben. Dennoch könne es im Nachlauf noch zu vereinzelten Ausfällen und Verspätungen kommen, bis sich der Betrieb vollständig stabilisiere.

Zur Ursache hieß es seitens des Unternehmens, dass die Infrastruktur vielen Einflüssen unterliege. Trotz intensiver Instandhaltung ließen sich kurzfristige Defekte an einer der bundesweit über 64.000 Weichen nicht gänzlich vermeiden. „Wir setzen alles daran, unseren Fahrgästen einen verlässlichen Zugverkehr anbieten zu können“, so der Bahnsprecher weiter. Man bedauere die Unannehmlichkeiten und bitte Reisende, sich vorab über den DB Navigator zu informieren. Allerdings war dieser am Montag nicht sehr zuverlässig: Einige Verbindungen wurden pünktlich angezeigt, obwohl kein Zug einfuhr.

Geringeres Fahrgastaufkommen durch Ferien

Dass das Chaos nicht noch größere Ausmaße annahm, lag voraussichtlich am Datum: Da der 5. Januar ein Brückentag vor dem Feiertag Heilige Drei Könige ist, befanden sich viele Berufspendler noch im Urlaub. Zudem ruhte der Schülerverkehr aufgrund der Weihnachtsferien.

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